18 November 2025, 20:01

Nina Warken will Hausärzte stärken – mit Gebühren und Boni für Patienten

Ein Krankenhauszimmer mit mehreren Betten, auf denen Patienten liegen, Infusionsflaschen auf St├Ąnden zwischen den Betten und eine Frau mit einer Tasche in der N├Ąhe eines Patienten.

Nina Warken will Hausärzte stärken – mit Gebühren und Boni für Patienten

Bundesgesundheitsministerin Nina Warken schlägt Reformen zur Entlastung des Gesundheitssystems vor

Die neue Bundesgesundheitsministerin Nina Warken hat Änderungen vorgeschlagen, um den Druck auf das Gesundheitssystem zu verringern. Auf der Branchenveranstaltung Ärzte IN regte sie die Einführung einer Konsultationsgebühr oder von Patientenboni an, um den Besuch bei Hausärzten zu fördern. Ziel der Pläne ist es, lange Wartezeiten auf Facharzttermine zu verkürzen.

Warken trat ihr Amt als Bundesgesundheitsministerin am 6. Mai 2025 an. Bei der Veranstaltung skizzierte sie eine Strategie, um die Rolle der Hausärzte zu stärken. Eine der diskutierten Optionen ist eine geringe Gebühr für Patienten, die ohne Überweisung direkt zum Facharzt gehen.

Alternativ schlug sie vor, Patienten finanziell zu belohnen, die konsequent den Weg über die hausärztliche Versorgung wählen. Das Ziel sei eine klarere Struktur im System, ohne Patienten unangemessen zu benachteiligen, betonte Warken. Sie versicherte, keine Zweiklassengesellschaft schaffen und Bedürftige nicht benachteiligen zu wollen.

Die Vorschläge sind Teil umfassender Bemühungen, den Zugang zu Fachärzten effizienter zu gestalten. Indem mehr Patienten zunächst über Hausärzte geleitet werden, hofft das Ministerium, Engpässe abzubauen und die Effizienz zu steigern.

Warkens Ideen werden nun von Politikern und Medizinern diskutiert. Falls umgesetzt, könnten die Maßnahmen ab 2025 die Art und Weise verändern, wie Patienten das Gesundheitssystem nutzen. Im Mittelpunkt steht weiterhin der Ausgleich zwischen Zugangsgerechtigkeit und Nachhaltigkeit.