Niederländische Delegation sucht in Solingen Lösungen für ukrainische Geflüchtete
Clara MeyerNiederländische Delegation sucht in Solingen Lösungen für ukrainische Geflüchtete
Eine niederländische Delegation besuchte das Jobcenter in Solingen, um Möglichkeiten zur Integration ukrainischer Geflüchteter in den Arbeitsmarkt zu erkunden. Zu der Gruppe gehörten Vertreter verschiedener niederländischer Ministerien sowie Mitarbeiter des Ministeriums für Arbeit, Gesundheit und Soziales von Nordrhein-Westfalen. Bei Gesprächen mit lokalen Behörden wurden aktuelle Herausforderungen und mögliche Lösungsansätze diskutiert.
Solingen hat seit Beginn des Krieges über 1.750 Geflüchtete aus der Ukraine aufgenommen. Fast 1.400 von ihnen leben noch in der Stadt, wobei 1.240 über das örtliche Jobcenter Bürgergeld erhalten. Jan Welzel, Leiter des Amts für Soziales und Recht der Stadt, stellte die aktuelle Lage der niederländischen Delegation auf Niederländisch vor.
Im Mittelpunkt der Gespräche standen Themen wie Sprachkurse, Zugang zur Gesundheitsversorgung, Kinderbetreuung, schulische Integration und Arbeitsvermittlung. Eine anhaltende Hürde bleibt die Anerkennung ukrainischer akademischer und beruflicher Abschlüsse. Derzeit nehmen 394 Geflüchtete in Solingen an Deutschkursen teil.
Die niederländische Delegation berichtete von erfolgreichen Kooperationen im Gesundheitsbereich: In den Niederlanden arbeiten niederländische Psychologen Hand in Hand mit ukrainischen Kollegen, um Geflüchtete zu unterstützen. Zudem wurde die Finanzierungsfrage thematisiert, da deutsche Städte wie Solingen einen Großteil der Kosten für Unterbringung und Integration tragen.
Eine aktuelle Umfrage zeigt, dass 37 Prozent der ukrainischen Geflüchteten in Deutschland langfristig oder dauerhaft bleiben möchten. Weitere 34 Prozent planen, bis zum Kriegsende zu bleiben. Die Gespräche in Solingen zielten darauf ab, praktische Hindernisse abzubauen und den Geflüchteten zu helfen, ihr Leben in den neuen Gemeinden neu aufzubauen.






