28 January 2026, 15:36

Neun Jahre Haft für 61-Jährigen nach tödlichem Messerangriff auf "besten Freund"

Ein altes Buch, das auf einer Seite mit handgeschriebenen Namen und Nachnamen eines Mannes aufgeschlagen ist, der bei einem Autounfall getötet wurde.

Frühpensionär ersticht besten Freund: Nearly Ten Years in Prison - Neun Jahre Haft für 61-Jährigen nach tödlichem Messerangriff auf "besten Freund"

Ein 61-jähriger Mann aus Herne ist zu neun Jahren und neun Monaten Haft verurteilt worden, weil er seinen 37-jährigen Freund erstochen hat. Die Tat ereignete sich 2021 in der Wohnung des Opfers nach einem Streit, dessen Auslöser unklar blieb. Das Gericht wies die Behauptung des Täters, aus Notwehr gehandelt zu haben, zurück.

Die beiden Männer hatten am Tag der Bluttat geplant, gemeinsam in der Wohnung des späteren Opfers zu kochen. Irgendwann kam es zum Streit, doch die Richter konnten nicht klären, worum es dabei ging. Der ältere Mann stach daraufhin achtmal auf seinen Begleiter ein – unter anderem in Hals und Brust. Dabei wurden mehrere große Arterien durchtrennt, woraufhin das Opfer verstarb.

Nach der Tat stellte sich der 61-Jährige der Polizei. Während des Prozesses bezeichnete er den Jüngeren als seinen "besten Freund" und erklärte, er habe ihn fast wie einen "eigenen Sohn" gesehen. Dennoch lehnte das Gericht das Notwehrargument ab und verurteilte ihn wegen Totschlags. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig.

Die Verurteilung bedeutet, dass der Mann fast ein Jahrzehnt im Gefängnis verbringen muss. Ungeklärt bleibt, was den tödlichen Konflikt ausgelöst hat. Die Identität des Opfers wurde nicht öffentlich bekannt gegeben.