Neukirchen-Vluyn plant Livestreams für mehr Transparenz in der Kommunalpolitik
Jonas MayerNeukirchen-Vluyn plant Livestreams für mehr Transparenz in der Kommunalpolitik
In Neukirchen-Vluyn ist ein gemeinsamer Antrag eingereicht worden, um Livestreams für alle öffentlichen Sitzungen einzuführen. Die Initiative geht auf die örtlichen Gliederungen von Bündnis 90/Die Grünen, der SPD und der Linken zurück. Ziel ist es, die kommunale Politik zugänglicher und transparenter zu gestalten.
Mit dem Antrag soll erreicht werden, dass öffentliche Sitzungen auf moderne, transparente und barrierefreie Weise verfolgt werden können. Die Befürworter argumentieren, dass Livestreams Menschen mit eingeschränkter Mobilität, Betreuungspflichten oder Schichtarbeit die Möglichkeit geben, informiert zu bleiben. Nun muss die Verwaltung die rechtlichen, technischen und finanziellen Voraussetzungen für die Umsetzung prüfen und einen Plan vorlegen.
Elke Buttkereit, Fraktionsvorsitzende der SPD, betonte, dass Demokratie von Teilhabe und Transparenz lebe. Livestreams würden ihrer Meinung nach mehr Offenheit und eine breitere Bürgerbeteiligung schaffen. Alina Böhme und Christian Pelikan, die beiden Sprecher der Grünen, ergänzten, dass lokale Politik die Menschen dort erreichen müsse, wo sie sind – Livestreams stärkten das Vertrauen in die Arbeit des Rates.
Diane Vormann, Vorsitzende der Linken-Fraktion, hob hervor, dass politische Informationen für alle zugänglich sein sollten. Die Digitalisierung biete die Chance, lokale Politik offener und bürgernäher zu gestalten. In vielen Kommunen Nordrhein-Westfalens werden Ratssitzungen bereits per Livestream übertragen, oft mit der Möglichkeit, die Aufzeichnungen später abzurufen.
Der Antrag steht auf der Tagesordnung der Sitzung des Haupt- und Finanzausschusses am 8. Juli 2026. Bei einer Zustimmung würde der Plan ortsunabhängigen Zugang zu öffentlichen Sitzungen ermöglichen. Die Machbarkeitsstudie der Verwaltung wird über das weitere Vorgehen entscheiden. Die Fraktionen sehen darin einen wichtigen Schritt hin zu einer inklusiveren und transparenteren Kommunalpolitik.






