06 February 2026, 13:16

Neues Drogenhilfezentrum in Köln-Pantaleon spaltet Anwohner und Politik

Eine große Gruppe von Menschen, die auf der Straße stehen, einige mit Schildern, mit einem Fahrrad im Vordergrund und Bäumen und einem Pfahl im Hintergrund, bei einer Black-Lives-Matter-Demonstration in Berlin dabei.

Neues Drogenhilfezentrum in Köln-Pantaleon spaltet Anwohner und Politik

Der Kölner Stadtrat hat ein neues Drogenhilfezentrum im Stadtteil Pantaleonsviertel genehmigt. Die Einrichtung soll Suchtkranken überwachte Aufenthaltsräume bieten sowie Hygienedienstleistungen und eine Notunterkunft bereitstellen. Die Entscheidung stößt jedoch auf Widerstand bei Anwohnern, die sich Sorgen um Sicherheit und Sauberkeit machen.

Das Zentrum am Perlengraben wird rund um die Uhr an allen Tagen des Jahres geöffnet sein. Sein Hauptziel ist es, Drogenkonsumenten von der Straße zu holen, indem es Ruhezonen, medizinische Betreuung und grundlegende Versorgungsleistungen anbietet. Der Sozialdezernent Harald Rau betonte, dass solche Einrichtungen am effektivsten in der Nähe bekannter Drogenkonsum-Brennpunkte wirken.

Anwohner und benachbarte Schulen haben Bedenken geäußert und fragen, wie das Zentrum mit Suchtkranken umgeht und welche Auswirkungen es auf das Viertel haben könnte. Als Reaktion darauf planen die Behörden, strengere Strafen für öffentlichen Drogenkonsum im Umfeld einzuführen.

Neben diesem neuen Standort beabsichtigt die Stadt, bis 2027 mindestens zwei weitere Suchthilfeeinrichtungen zu eröffnen. Mögliche Standorte sind Innenstadt Nord und Kalk, wobei die endgültigen Entscheidungen noch ausstehen. Ab 2027 werden zudem zusätzliche Mittel für Präventionsprogramme bereitgestellt, die die Abhängigkeit von Suchtmitteln verringern sollen.

Das neue Zentrum wird Suchtkranken ganztägige Unterstützung bieten und gleichzeitig öffentliche Bedenken durch strengere Regelungen angehen. Mit weiteren geplanten Einrichtungen und erhöhter Förderung für Prävention baut Köln seinen Ansatz zur Bekämpfung von Drogenabhängigkeit in den kommenden Jahren aus.