Neuer Castor-Transport erreicht Ahaus unter strengen Sicherheitsvorkehrungen und Protesten
Lukas AlbrechtNeuer Castor-Transport erreicht Ahaus unter strengen Sicherheitsvorkehrungen und Protesten
Am frühen Mittwochmorgen traf eine neue Lieferung mit atomarem Abfall in Ahaus ein. Der Transport, der einen Castor-Behälter aus dem Forschungszentrum Jülich beförderte, wurde von großangelegten Sicherheitsvorkehrungen und öffentlichen Protesten begleitet. Die Behörden bestätigten, dass es während der Aktion zu keinen Zwischenfällen gekommen sei.
Der Konvoi verließ Jülich gegen 10 Uhr und erreichte Ahaus in den frühen Morgenstunden des Folgetags. Über 2.400 Polizeibeamte waren im Einsatz, unterstützt von Strahlenschutzteams, Anti-Drohnen-Einheiten und Spezialkräften. Die Zufahrtsstraßen zum Zwischenlager wurden aus Sicherheitsgründen gesperrt.
Entlang der Route kam es zu Protesten, bei denen Demonstranten ihre Ablehnung des Transports zum Ausdruck brachten. Vor den Toren der Anlage versammelten sich Atomkraftgegner zu einer Mahnwache. Diese jüngste Lieferung ist der 305. Castor-Behälter, der seit dem ersten großen Transport vor 28 Jahren nach Ahaus gebracht wurde – alle enthalten kugelförmige Brennelemente aus dem inzwischen stillgelegten THTR-Reaktor Hamm-Uentrop.
Oppositionsparteien kritisieren die anhaltenden Transporte als unnötig. Unterdessen hat die Landesregierung weitere Lieferungen für die Zukunft angekündigt. Die Aktion verlief ohne Störungen und bestätigte damit die bisherige Bilanz des Lagers, das alle Transporte bisher ohne Zwischenfälle abwickeln konnte. Der neueste Behälter reiht sich ein in die Hunderten, die bereits in Ahaus lagern, während die Behörden sich auf zusätzliche Transporte vorbereiten. Proteste und politische Debatten über die Entsorgung von Atomüll werden voraussichtlich anhalten.






