Neuer 100-Qubit-Quantencomputer in Jülich stärkt europäische Forschung
Lukas AlbrechtNeuer 100-Qubit-Quantencomputer in Jülich stärkt europäische Forschung
Am Jülich Supercomputing Centre (JSC) in Deutschland ist ein neuer Quantencomputer mit 100 Qubits eingetroffen. Das von dem französischen Unternehmen Pasqal gelieferte Gerät ist Teil einer europäischen Initiative, um Quantencomputing-Ressourcen für die öffentliche Forschung auszubauen.
Das System wurde Mitte November 2023 im Rahmen des HPCQS-Projekts installiert, das von der gemeinsamen europäischen Initiative EuroHPC JU und dem Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) unterstützt wird. Bereits vier Monate zuvor war ein ähnliches Quantencomputersystem von Pasqal im französischen Supercomputing-Zentrum GENCI/CEA in Betrieb genommen worden.
Die Quantum Processing Unit (QPU) von Pasqal arbeitet mit neutralen Atomen und ermöglicht stabile analoge Quantenberechnungen. Diese Technologie eignet sich für Anwendungen in der Physik- und Chemiesimulation sowie im Bereich des quantenbasierten maschinellen Lernens.
In Jülich wird das neue Gerät mit dem Supercomputer JURECA DC verbunden, um eine hybride Rechenumgebung zu schaffen. Diese Integration erweitert die bestehende „Jülich UNified Infrastructure for Quantum computing“ (JUNIQ), eine öffentlich zugängliche Plattform für Forscher. Das vom JSC koordinierte HPCQS-Projekt umfasst sechs europäische Länder, die gemeinsam Quantensysteme in das europäische Supercomputing-Netzwerk einbinden.
Die Inbetriebnahme stellt einen wichtigen Meilenstein im Rahmen der HPCQS-Initiative dar und erweitert den Zugang zu Quantenressourcen für die wissenschaftliche Forschung. Durch die Verknüpfung des Quantencomputers mit klassischem Hochleistungsrechnen strebt das JSC eine Beschleunigung der Fortschritte in hybriden Rechenanwendungen an.






