Mönchengladbach startet Europas erste Tankstelle für bleifreies Flugbenzin Swift 100R
Henry KochMönchengladbach startet Europas erste Tankstelle für bleifreies Flugbenzin Swift 100R
Flughafen Mönchengladbach eröffnet erste öffentliche Tankstelle Europas für bleifreies Flugbenzin Swift 100R
Der Flughafen Mönchengladbach hat Europas erste öffentliche Tankstelle für Swift 100R in Betrieb genommen – einen neuen, bleifreien Flugkraftstoff. Damit unterstreicht der Flughafen sein Engagement für umweltfreundlichere Technologien und folgt einer ähnlichen Initiative in Norwegen, wo das Produkt bereits Anfang dieses Jahres eingeführt wurde. Der Kraftstoff steht nun für kompatible Flugzeuge ohne technische Umrüstungen zur Verfügung.
Die Tankstelle nahm am 21. Oktober 2023 ihren Betrieb auf und markiert damit einen Meilenstein für die nachhaltige Luftfahrt. Der europäische Vertriebspartner von Swift 100R, Bollinger Aviation, arbeitete eng mit dem Flughafen Mönchengladbach zusammen, um die Infrastruktur aufzubauen. Bereits zu Beginn des Jahres 2024 hatte der Flughafen Oslo (Gardermoen) als erster der Welt den Kraftstoff öffentlich angeboten.
Swift 100R erreicht die gleiche Leistung wie herkömmliches Avgas 100LL und verfügt über eine Motoroctanzahl (MON) von 100. Aktuell ist der Kraftstoff für die Modelle Cessna 172 S und R über ein Supplemental Type Certificate (STC) zugelassen. In Kürze werden weitere Zulassungen für zusätzliche Flugzeug- und Motortypen erwartet. Zudem lässt sich Swift 100R mit bestehendem Avgas mischen, was Piloten und Betreibern den Übergang erleichtert. Die Entscheidung des Flughafens für Swift 100R ist Teil einer umfassenderen Strategie zur Reduzierung der CO₂-Emissionen. Parallel dazu prüft man den Einsatz von Elektro- und Wasserstoffflugzeugen als Bestandteil der langfristigen Nachhaltigkeitspläne. Swift 100R selbst enthält bereits erneuerbare Komponenten, deren Anteil in Zukunft weiter erhöht werden soll.
Die Einführung von Swift 100R am Flughafen Mönchengladbach bietet eine sauberere Alternative zu herkömmlichem Flugbenzin. Piloten können kompatible Maschinen nun ohne technische Änderungen betanken, was den Wechsel zu umweltfreundlicheren Betriebsabläufen vereinfacht. Der Schritt festigt das Bekenntnis des Flughafens, seinen ökologischen Fußabdruck durch innovative Lösungen zu verringern.