Moers setzt auf Bürger:innenrat für mehr Demokratie vor Ort
Moers hat ein innovatives Projekt gestartet, um die Bürgerbeteiligung an der Kommunalpolitik zu stärken. Der vom Stadtrat beschlossene Bürger:innenrat soll die öffentliche Mitgestaltung fördern. Gefördert durch das Bundesprogramm 'Demokratie leben!', startete das Vorhaben im November 2025 mit über 50 Einwohner:innen, die aufgrund ihrer vielfältigen Perspektiven ausgewählt wurden. Vom 4. bis 7. November werden diese Bürger:innen Vorschläge erarbeiten, um die Teilhabe an der lokalen Politik zu verbessern. Sie wurden aus einem Pool von 1.500 per Losverfahren ausgewählten Moerser:innen rekrutiert – mit besonderem Fokus auf jene, die bisher weniger in die Kommunalpolitik eingebunden waren. Bürgermeisterin Julia Zupancic eröffnete die Veranstaltung und betonte die Bedeutung des neuen Formats. Gleichzeitig ermutigte sie die Teilnehmenden, ihre Ideen für die Zukunft der Stadt einzubringen. Als Schnittstelle zur Stadtverwaltung fungieren Diana Finkele, Leiterin des Amts für kommunale Bildung, und die Demokratiebeauftragte Eleni Kremeti. Das Projekt geht auf einen Vorschlag der Moerser Bürgerversammlung zurück, den der Stadtrat im Oktober 2024 verabschiedete. Finanziert wird es über das Bundesprogramm 'Lebendige Demokratie!' und in Kooperation mit dem nexus Institut sowie dem Institut für Demokratie- und Partizipationsforschung der Bergischen Universität Wuppertal umgesetzt. Ziel des Vorhabens ist es, eine breite Palette an Perspektiven, Erfahrungen und Lebensrealitäten in die Diskussionen über kommunale Entscheidungsprozesse einzubringen. Mit Unterstützung von 'Demokratie leben!' geht Moers damit einen wichtigen Schritt hin zu einer inklusiveren und partizipativeren Kommunalpolitik.