27 November 2025, 20:03

Merz’ Brasilien-Spott beim G20-Gipfel löst diplomatischen Eklat aus

Armeeangehörige und Zivilisten hören einer Rede des Präsidenten stehend und sitzend zu, mit Bäumen, Büschen und Treppen im Hintergrund.

Merz’ Brasilien-Spott beim G20-Gipfel löst diplomatischen Eklat aus

Friedrich Merz hat mit abfälligen Bemerkungen über Brasilien während des G20-Gipfels in Johannesburg für Aufsehen gesorgt. Die spontane Äußerung des deutschen Politikers über den Austragungsort der Klimakonferenz in Belém führte zu Spannungen mit Brasiliens Präsident Luiz Inácio Lula da Silva. Während einige Journalisten Merz’ direkte Art verteidigen, werfen ihm andere vor, er schüre diplomatische Missverständnisse und beleidigende Aussagen.

Der Vorfall ereignete sich am Samstag, dem 23. November 2024, als Merz Belém laut Berichten als Veranstaltungsort für die Klimakonferenz verspottet haben soll. Sein Tonfall, beschrieben als „Lassen Sie mich Ihnen sagen, wie die Dinge wirklich liegen“, löste sofortige Kritik aus. Lula konterte mit dem Vorschlag, Merz solle Brasilien besuchen, um zu tanzen und die Küche des Landes zu genießen. Laut Merz’ Team führten die beiden Staatschefs im Anschluss ein 40-minütiges Gespräch, das sie als freundlichen Austausch darstellten.

Die Folgen von Merz’ Äußerungen zeigen die Risiken unvorbereiteter Diplomatie auf. Zwar betont sein Team, das Gespräch mit Lula sei positiv verlaufen, doch die anfänglichen Bemerkungen sorgten für Reibungen. Die Episode reiht sich ein in eine Serie verbaler Fehltritte, die Kritiker als Belastung für Deutschlands internationale Beziehungen werten.