26 December 2025, 08:04

Menden-Fall: Keine Konsequenzen für Kriminalhauptkommissar trotz Interessenkonflikt

Ein weißer Polizeiwagen steht im Vordergrund mit mehreren Autos, die sich dahinter auf der Straße bewegen, umgeben von Gras und Bäumen auf beiden Seiten.

Keine Disziplinarverfahren gegen Polizeibeamte im Menden-Fall - Menden-Fall: Keine Konsequenzen für Kriminalhauptkommissar trotz Interessenkonflikt

Untersuchung gegen leitenden Kriminalhauptkommissar im Fall Menden ohne disziplinarische Konsequenzen abgeschlossen

Die Prüfung der Rolle eines leitenden Kriminalhauptkommissars im Zusammenhang mit dem Menden-Fall ist ohne disziplinarische Maßnahmen beendet worden. Der Innenminister kritisierte den Beamten wegen eines „offensichtlichen Interessenkonflikts“, doch ein berufliches Fehlverhalten konnte nicht nachgewiesen werden. Im Mittelpunkt des Falls steht die SPD-Politikerin Laura Wilwerding, gegen die nach einer Anzeige der Familie eines mutmaßlichen Opfers im Herbst 2024 der Vorwurf der Beleidigung und üblen Nachrede erhoben wurde.

Der betroffene Beamte, der zugleich Vorsitzender des örtlichen Schützenvereins ist, hatte trotz dieser Doppelfunktion einen Ermittlungsbericht erstellt und offiziell eine Beschwerde in der laufenden Sache protokolliert. Seine Beteiligung warf Fragen auf, doch die Behörden sahen keinen Anlass für disziplinarische Schritte.

Die Ermittlungen gegen Wilwerding und eine bekannte Person dauern indes an. Die Staatsanwaltschaft, geleitet von Richter Michael Wiegand am Amtsgericht Menden, wertet weiterhin Beweismaterial aus. Den Anstoß für das Verfahren gab eine Anzeige der Familie eines angeblichen Opfers, die rechtliche Schritte einleitete.

Trotz des festgestellten Interessenkonflikts wird gegen den Kriminalhauptkommissar kein weiteres Vorgehen eingeleitet. Der Fall gegen Wilwerding und ihren Bekannten bleibt jedoch weiterhin Gegenstand der Prüfung. Wann eine abschließende Entscheidung fallen wird, steht noch nicht fest.