05 April 2026, 06:28

Mehr Flexibilität: So klappt der Ruhestand mit 63 ohne Abzüge

Schwarz-weißes Renten-Zertifikat mit einem Mannsporträt, französischer Text 'brevet de pension' und einem Logo.

Mehr Flexibilität: So klappt der Ruhestand mit 63 ohne Abzüge

Änderungen bei den deutschen Rentenregeln geben Arbeitnehmern mehr Flexibilität bei der Planung ihres Ruhestands. Seit 2023 sind die strengen Hinzuverdienstgrenzen für vorzeitige Altersrenten entfallen, was den schrittweisen Übergang in den Ruhestand erleichtert. Für Beschäftigte, die sich dem Ende ihrer Berufslaufbahn nähern, können die letzten fünf Jahre vor der Rente nun einen erheblichen Einfluss auf die monatlichen Zahlungen haben – manchmal im Umfang von mehreren hundert Euro.

Um abschlagsfrei mit 63 Jahren in Rente zu gehen, müssen langjährig Versicherte mindestens 45 Beitragsjahre nachweisen. Allerdings zählen nicht alle Zeiten gleich. Arbeitslosengeld I, das in den letzten 24 Monaten vor dem Renteneintritt bezogen wurde, wird nicht auf die erforderlichen 45 Jahre angerechnet. Mindestens die Hälfte dieser zwei Jahre muss aus aktiven Beitragszeiten bestehen, wobei bis zu 12 Monate auch beitragsfreie Zeiten wie bestimmte Kindererziehungszeiten oder Arbeitslosengeld I umfassen dürfen.

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Ein Entgeltpunkt im deutschen Rentensystem entspricht derzeit 40,79 Euro brutto pro Monat. Arbeitnehmer in mittelhohen Einkommensgruppen, die zwischen 556 und 2.000 Euro monatlich verdienen, profitieren von geringeren Arbeitnehmerbeiträgen, sammeln aber dennoch Rentpunkte. Freiwillige Nachzahlungen können Lücken in den letzten fünf Jahren vor der Rente schließen und so die späteren Zahlbeträge erhöhen.

Experten raten, die Rentenkonten drei bis fünf Jahre vor dem geplanten Renteneintritt zu überprüfen. So lässt sich sicherstellen, dass alle relevanten Zeiten korrekt erfasst sind und mögliche Ansprüche voll ausgeschöpft werden.

Die überarbeiteten Regelungen bieten klarere Wege für alle, die früher in Rente gehen möchten. Durch eine gezielte Gestaltung der Beitragszeiten in den letzten Berufsjahren können Arbeitnehmer höhere monatliche Rentenansprüche sichern. Die Aufhebung der Hinzuverdienstgrenzen und die Möglichkeit freiwilliger Zusatzbeiträge geben Beschäftigten mehr Kontrolle über ihre finanzielle Zukunft.

Quelle