04 April 2026, 12:29

LANUV startet Bürgerprojekt zur Erfassung von Wölfen in NRW

Ein Buchumschlag mit Illustrationen von Wildtieren wie einem Reh und Kaninchen, mit sichtbarem Text auf dem Papier.

Staatliche Behörde sucht Fotos von Wolfkot - LANUV startet Bürgerprojekt zur Erfassung von Wölfen in NRW

Landesamt für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz (LANUV) in Düsseldorf startet Bürgerinitiative zur Erfassung von Wolfsvorkommen in Nordrhein-Westfalen

Das Landesamt für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz (LANUV) in Düsseldorf hat eine neue Initiative gestartet, um die Wolfspopulation in Nordrhein-Westfalen zu überwachen. Wanderer, Jäger und alle, die sich in der Natur aufhalten, werden aufgerufen, Fotos von Wolfslosung für wissenschaftliche Analysen einzureichen.

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Wolfslosung ist leicht an ihrer Größe zu erkennen – mindestens 20 Zentimeter lang und 2,5 Zentimeter breit – und enthält oft sichtbare Haare, Knochenfragmente oder Überreste von Beutetieren. Auf seiner Website stellt das LANUV Leitfäden bereit, die der Öffentlichkeit helfen sollen, diese Spuren zu identifizieren.

Die Fotos können über das "Wolfsportal" der Behörde hochgeladen werden. Erfüllt das Bild die Kriterien, entnimmt ein LANUV-Mitarbeiter eine Probe für DNA-Tests. Diese Analysen helfen dabei, festzustellen, ob die Losung von einem bereits bekannten Wolf oder einem neuen Individuum stammt.

Die Aktion ist Teil umfassender Maßnahmen zur Beobachtung der Ausbreitung von Wölfen in NRW. Seit 2020 hat die Zahl der nachgewiesenen Rudel zugenommen, wobei der Westerwald zu den wichtigsten Verbreitungsgebieten zählt. Gleichzeitig gab es Berichte über illegale Tötungen und natürliche Todesfälle. Zudem werden DNA-Proben von Tieren entnommen, bei denen der Verdacht besteht, dass sie von Wölfen gerissen wurden.

Die gesammelten Daten ermöglichen es dem LANUV, die Wanderbewegungen und Bestandsentwicklungen der Wölfe in der Region zu bewerten. Durch die Einbindung der Bevölkerung strebt die Behörde an, mehr Informationen über diese geschützten Tiere zu gewinnen. Die Erkenntnisse fließen in die laufenden Strategien zum Wildtiermanagement in Nordrhein-Westfalen ein.

Quelle