13 June 2026, 00:28

Kriminalität an NRW-Bahnhöfen explodiert: Gewalttaten und Sexualdelikte steigen dramatisch

Gewalt an NRW-Bahnhof mehr als verdoppelt

Kriminalität an NRW-Bahnhöfen explodiert: Gewalttaten und Sexualdelikte steigen dramatisch

Kriminalität an Bahnhöfen in Nordrhein-Westfalen (NRW) hat in den vergangenen fünf Jahren stark zugenommen. Die Gesamtzahl der Straftaten stieg um 57 Prozent – von 19.380 im Jahr 2020 auf 30.490 im Jahr 2025. Die Daten umfassen U-Bahn-Stationen, S-Bahn-Haltepunkte sowie Fernbahnhöfe in der gesamten Region.

Besonders deutlich war der Anstieg in mehreren Deliktbereichen. Gewalttaten verdoppelten sich nahezu, sie stiegen von 2.325 auf 4.711 Fälle im selben Zeitraum. Noch drastischer entwickelte sich die Zahl der Sexualstraftaten, die um 162 Prozent von 169 Fällen (2020) auf 442 (2025) in die Höhe schnellten.

2023 erreichte die Kriminalität ihren Höhepunkt mit fast 37.500 registrierten Straftaten. Seither gehen die Zahlen zwar zurück, liegen aber weiterhin deutlich über dem Niveau von 2020. Der Kölner Hauptbahnhof war durchgehend am stärksten betroffen und führte die Statistik sowohl 2020 als auch 2025 an. 2025 gesellten sich Dortmund, Düsseldorf, Essen und Münster zu den fünf Bahnhöfen mit der höchsten Kriminalitätsbelastung.

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Auch die Aufklärungsquote stieg: Die Polizei verzeichnete einen Anstieg der ermittelten Tatverdächtigen um 32 Prozent – von 10.560 (2020) auf knapp 14.000 (2025). Ein Polizeisprecher führte den Anstieg unter anderem auf höheres Fahrgastaufkommen, Verspätungen und Zugausfälle zurück. Gleichzeitig könnte die verstärkte Polizeipräsenzen und strengere Kontrollen dazu geführt haben, dass mehr Straftaten erfasst wurden.

Die Daten zeigen einen deutlichen Aufwärtstrend bei bahnhöfsbezogener Kriminalität zwischen 2020 und 2025. Besonders schnell stiegen Gewaltdelikte und Sexualstraftaten, auch wenn die Gesamtzahlen seit dem Höchststand 2023 wieder leicht sinken. Die Behörden beobachten die Entwicklung weiterhin genau.

Quelle