25 May 2026, 04:27

Krefelds Medi-Mobil und Drogenberatung kämpfen seit 20 Jahren für Obdachlose

Mittel für die Einrichtung von Caritas Krefelds "Centspende" in der Drogenhilfe

Krefelds Medi-Mobil und Drogenberatung kämpfen seit 20 Jahren für Obdachlose

Seit mehr als zwei Jahrzehnten leistet eine mobile medizinische Einheit in Krefeld unverzichtbare Unterstützung für obdachlose Menschen. Das Medi-Mobil, das seit 2003 gemeinsam von Caritas und Diakonie betrieben wird, bietet wöchentlich medizinische Grundversorgung und ein offenes Ohr. Nun hat auch eine lokale Drogenberatungsstelle durch Spenden aus der Bevölkerung eine Aufstockung ihrer Angebote für besonders schutzbedürftige Menschen erhalten.

Einmal pro Woche fährt das Medi-Mobil durch Krefelds Straßen und versorgt Obdachlose mit dringend benötigter medizinischer Hilfe. Das Team verteilt Schmerzmittel, behandelt Wunden und schafft durch regelmäßige Kontakte Vertrauen. Doch die Unterstützung geht über die körperliche Versorgung hinaus: Oft werden die Mitarbeiter zu einer wichtigen emotionalen Stütze für Menschen, die mit Einsamkeit und Ausgrenzung kämpfen.

In der Krefelder Drogenberatungsstelle nutzen regelmäßig zwischen 50 und 80 Klientinnen und Klienten die Angebote – von Mahlzeiten über Duschen bis hin zu Waschmöglichkeiten. Viele von ihnen leiden unter schweren Suchterkrankungen und Obdachlosigkeit. In speziell eingerichteten Räumen können sie unter ärztlicher Aufsicht Drogen konsumieren, was das Risiko von Überdosen verringert. Jasmin Sprünken, die Leiterin der Einrichtung, bedankte sich kürzlich beim Personalrat der Stadt Meerbusch für deren Cent-Spende, die dazu beiträgt, diese lebenswichtigen Dienstleistungen aufrechtzuerhalten.

Michael Marschall, Vorsitzender des Meerbuscher Personalrats, setzt sich besonders für die Arbeit mit schwerstabhängigen Menschen ein. Sein Engagement zielt darauf ab, die Herausforderungen der Klientel sichtbar zu machen und auf die Bedeutung kontinuierlicher, spürbarer Unterstützung aufmerksam zu machen.

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Das Medi-Mobil und die Drogenberatungsstelle schließen weiterhin Versorgungslücken für die am stärksten benachteiligten Bewohner Krefelds. Dank des Rückhalts aus der Bevölkerung und gezielter Spenden können beide Einrichtungen ihre wöchentlichen Angebote und die aufsuchende Hilfe aufrechterhalten. Gemeinsam sorgen sie dafür, dass medizinische Versorgung, Hygiene und menschliche Nähe für diejenigen zugänglich bleiben, die sie am dringendsten benötigen.

Quelle