Krankenhaus-Schließungen in Solingen: Tausende Jobs und Patientenversorgung in Gefahr
Lukas AlbrechtKrankenhaus-Schließungen in Solingen: Tausende Jobs und Patientenversorgung in Gefahr
Solingens Gesundheitsversorgung steht vor massiven Einschränkungen, da die K-Plus-Gruppe weitere Krankenhäuser schließen will. Der Schritt löst scharfe Kritik der Grünen aus, die vor gravierendem Personalmangel und einer Überlastung der verbleibenden Einrichtungen warnen. Tausende Beschäftigte müssen nun nach neuen Arbeitsplätzen suchen.
Die Grünen hatten bereits nach der Schließung der St.-Lukas-Klinik Alarm geschlagen. Damals betonten sie, der Verlust einer solchen Schlüsseleinrichtung schwäche die lokale Gesundheitsversorgung nachhaltig. Mit den nun anstehenden weiteren Schließungen fürchten sie eine Abwanderungswelle unter Ärzt:innen und Pflegekräften.
Laut den Grünen ist die Entscheidung der Ministerin, die Schließungen zu genehmigen, kontraproduktiv. Die Region dürfe sich keine Fachkräfte – insbesondere Auszubildende, die stabile Berufsperspektiven bräuchten – leisten, sie zu verlieren. Die Partei kündigte an, betroffene Beschäftigte zu unterstützen, vor allem durch neue Stellen am Städtischen Klinikum Solingen.
Auch die umliegenden Krankenhäuser werden durch die Schließungen zusätzlich belastet. Schätzungen zufolge kommen jährlich 20.000 zusätzliche Notfalltransporte hinzu, was die ohnehin knappen Ressourcen weiter ausdünnt. Die Grünen bestehen darauf, dass engagierte Nachwuchskräfte die Chance verdienen, in ihrem Berufsfeld Fuß zu fassen – ohne gezwungen zu sein, die Region zu verlassen.
Die Schließungen werden Tausende arbeitslos machen und den Rettungsdienst an seine Grenzen bringen. Die Solinger Grünen konzentrieren sich nun darauf, für die betroffenen Beschäftigten – besonders für Auszubildende – Perspektiven im Städtischen Klinikum zu schaffen. Ohne Gegensteuer drohen dem Raum langfristig gravierende Engpässe in der ärztlichen und pflegerischen Versorgung.






