24 June 2026, 14:20

Kplus Gruppe ändert Strategie nach Abwanderung des Neurologie-Teams

Kplus Group: Großer Fragezeichen bei Schlaganfallversorgung im südlichen Mettmann

Kplus Gruppe ändert Strategie nach Abwanderung des Neurologie-Teams

Kplus Gruppe überarbeitet Gesundheitsstrategie nach Rückschlag in der Neurologie

Nach einem schweren Rückschlag im Bereich der neurologischen Versorgung passt die Kplus Gruppe ihre Gesundheitsstrategie an. Die Gruppe hat ihren Antrag auf neurologische Versorgung in Solingen und im südlichen Kreis Mettmann für das Jahr 2024 zurückgezogen. Der Schritt folgt auf den überraschenden Abgang des gesamten Neurologie-Teams der St.-Lukas-Klinik zum Städtischen Klinikum Solingen.

Der Konflikt begann, als das Städtische Klinikum Solingen das komplette Neurologie-Team der St.-Lukas-Klinik abwarb – darunter der Chefarzt und der Großteil des leitenden medizinischen Personals. Insgesamt handelte es sich um über 90 Mitarbeiter, darunter 26 Ärzte und mehr als 60 Pflegekräfte. Die Kplus Gruppe warf dem Städtischen Klinikum vor, im Geheimen verhandelt und keine offenen Gespräche geführt zu haben.

Kai Siekötter, Sprecher der Kplus Gruppe, kritisierte die Vorgehensweise des Klinikums öffentlich. Auch die Anwälte Stefan Denkhaus und Friedemann Schade, die die Gruppe vertreten, zeigten sich überrascht über den plötzlichen Schritt. Thomas Marx, Vorsitzender des Aufsichtsrats, wies auf die negativen Auswirkungen für die Schlaganfallversorgung in der Region hin.

Als Reaktion hat die Kplus Gruppe ihre Pläne angepasst. Künftig wird sie den Schwerpunkt auf den Ausbau der stationären Versorgung in Hilden legen und gleichzeitig die ambulanten Dienstleistungen in Haan stärken. Zudem bleibt das Unternehmen auf Kurs, das gerichtlich überwachte Restrukturierungsverfahren im ersten Quartal 2024 abzuschließen – vorausgesetzt, die Investorenvereinbarungen werden finalisiert.

Die Verlegung der neurologischen Abteilung zwingt die Kplus Gruppe, ihre regionale Strategie zu überdenken. Der Antrag auf neurologische Versorgung für Solingen und Mettmann wurde zurückgezogen. Dennoch wird erwartet, dass das Restrukturierungsverfahren Anfang 2024 abgeschlossen wird.

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