02 January 2026, 20:47

Kontrollierte Sprengung im Kraftwerk Ibbenbüren: Schornstein fällt am 22. Februar

Eine Szene mit Schuppen, Transformatoren, Strommasten mit Kabeln, Zäunen, einer Straßenlaterne, Bäumen und einem bewölkten Himmel.

Kontrollierte Sprengung im Kraftwerk Ibbenbüren: Schornstein fällt am 22. Februar

Am 22. Februar steht im Kraftwerk Ibbenbüren die nächste große Sprengung an. Diesmal werden der Schornstein sowie die Entschwefelungs- und Entstickungsanlagen in einer kontrollierten Detonation zu Boden gehen. Der Westdeutsche Rundfunk (WDR) wird wie bereits bei der Sprengung des Kühlturms und des Kesselhauses im vergangenen Februar live von dem Ereignis berichten.

Die Anlage hat sich bereits deutlich verändert: Im Februar 2025 wurden der Kühlturm und das Kesselhaus abgerissen – ein wichtiger Schritt bei der Stilllegung des Kraftwerks. Der Beton des Kühlturms wird inzwischen für den Bau eines Aufprallbetts genutzt, das den Sturz des Schornsteins abfedern soll.

Die Abrissarbeiten verliefen nicht ohne Verzögerungen. Wiederholt musste der Termin aus Sicherheitsgründen verschoben werden. Jens Hofmann von der Abrissfirma Hagedorn leitet das Projekt, das bis Juni 2026 die vollständige Räumung des Geländes vorsieht. Auch der Schrott aus den Entschwefelungsanlagen wird nicht verschwendet: Er wird eingeschmolzen und wiederverwertet. Nach Abschluss der Abrissarbeiten übernimmt der Netzbetreiber Amprion das Gelände, um dort einen Umrichter für die Einspeisung von Windstrom zu errichten.

Mit der Sprengung am 22. Februar verschwinden die letzten großen Bauwerke des Kraftwerks. Nach der Freimachung des Areals wird das Gelände der erneuerbaren Energiegewinnung dienen. Das Umrichter-Projekt von Amprion soll helfen, Windstrom effizient ins Netz zu integrieren.