19 June 2026, 20:22

Köln und Düsseldorf fordern kontrollierten Mikrohandel mit harten Drogen

Köln und Düsseldorf wollen den Crack-Handel legalisieren

Köln und Düsseldorf fordern kontrollierten Mikrohandel mit harten Drogen

Die Oberbürgermeister von Köln und Düsseldorf setzen sich für die Legalisierung des kleinteiligen Handels mit harten Drogen in ihren Städten ein. Torsten Burmester und Stephan Keller wollen den Verkauf in speziellen, kontrollierten Einrichtungen erlauben, um die wachsenden Probleme im Zusammenhang mit Suchterkrankungen zu bekämpfen. Die aktuelle Situation sei nicht mehr tragbar, argumentieren sie, und erfordere dringend Veränderungen.

In Köln hat Burmester insbesondere den Neumarkt als Brennpunkt für Drogenabhängige genannt. Die offene Drogenszene in dem Viertel belastet Anwohner und lokale Unternehmen gleichermaßen. Unterdessen hat Crack Heroin als meistkonsumierte illegale Droge in großen deutschen Städten wie Hamburg, Berlin und Frankfurt abgelöst.

Süchtige finanzieren ihren Crack-Konsum häufig durch aggressives Betteln, Diebstahl oder Prostitution. Beide Oberbürgermeister sind überzeugt, dass ein regulierter Mikrohandel in kontrollierten Einrichtungen die Kriminalität verringern und den Druck auf öffentliche Räume mindern könnte. Keller schlägt für Düsseldorf spezielle Zonen vor, in denen kleine Mengen harter Drogen unter Aufsicht gekauft und verkauft werden dürfen.

Die beiden Politiker haben sich in einem Schreiben an den nordrhein-westfälischen Justizminister Benjamin Limbach gewandt und eine rechtliche Prüfung des Vorhabens beantragt. Ziel ist es, den Mitarbeitern in diesen Einrichtungen klare, rechtlich abgesicherte Richtlinien für den Umgang mit solchen Geschäften an die Hand zu geben.

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Mit dem Vorschlag soll schwerstabhängigen Nutzern ein sichereres und kontrollierteres Umfeld geboten werden. Gleichzeitig sollen die sozialen und kriminellen Probleme angegangen werden, die mit offenen Drogenszenen einhergehen. Nun warten die Oberbürgermeister auf eine Stellungnahme des Landesjustizministers zur Umsetzbarkeit ihres Plans.

Quelle