Klimagerechtigkeit braucht Geschlechtergerechtigkeit – wie Glaubensgemeinschaften Lösungen vorantreiben
Lukas AlbrechtKlimagerechtigkeit braucht Geschlechtergerechtigkeit – wie Glaubensgemeinschaften Lösungen vorantreiben
Ein kürzlich stattgefundenes Begleitereignis zur UN-Klimakonferenz 2024 in Bonn, Deutschland, vereinte vielfältige Gruppen, um sich den Klimaherausforderungen zu stellen. Unter dem Titel „Die intersektionalen Auswirkungen des Klimawandels angehen: Geschlechtergerechtigkeit im Klimaschutz – Perspektiven der Glaubensgemeinschaften“ lag der Fokus der Veranstaltung auf Geschlechtergerechtigkeit und inklusiven Klimalösungen. Organisiert wurde die Sitzung gemeinsam vom Ökumenischen Rat der Kirchen, den Brahma Kumaris, der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Amerika, dem Lutherischen Weltbund und der ACT Kirche Schwedens.
Max Weber, Absolvent des Ökumenischen Instituts in Bossey und künftiger Vertreter der Evangelischen Kirche im Rheinland, leitete die Diskussionen. Er betonte die Dringlichkeit von Klimaschutzmaßnahmen und warnte, dass Verzögerungen vor allem vulnerable Gruppen treffen – insbesondere Frauen, Kinder und Menschen mit Behinderungen.
Die Veranstaltung brachte Expert:innen aus verschiedenen Kontinenten, indigene Gemeinschaften, NGOs sowie Vertreter:innen aus Glaubensgemeinschaften, Regierungen und Forschungseinrichtungen zusammen. Weber hob die Energie der anwesenden jungen Aktivist:innen hervor und forderte eine stärkere Einbindung in Entscheidungsprozesse.
Die Teilnehmenden erörterten Wege, um die Geschlechterkluft in der Klimapolitik zu überwinden, und brachten dabei sowohl religiöse als auch säkulare Perspektiven ein. Die kooperative Atmosphäre zielte darauf ab, die Reaktionen auf den Klimawandel durch inklusive und intersektionale Ansätze zu stärken.
Das Begleitereignis unterstrich die Notwendigkeit sofortigen Handelns für Klimagerechtigkeit mit besonderem Fokus auf Gleichberechtigung. Durch die Zusammenführung unterschiedlicher Stimmen – von indigenen Führungsfiguren bis hin zu Politiker:innen – strebten die Organisator:innen nach breiteren und wirksameren Lösungen an. Die Diskussionen dürften künftige Klimastrategien prägen, insbesondere dahingehend, dass marginalisierte Gruppen eine stärkere Rolle bei der Gestaltung von Politiken erhalten.






