Kibbuz Nir Oz: Spendenkampagne für neues Gästehaus als Symbol der Hoffnung gestartet
Clara MeyerKibbuz Nir Oz: Spendenkampagne für neues Gästehaus als Symbol der Hoffnung gestartet
Spendenkampagne zum Wiederaufbau eines Gästehauses in Kibbutz Nir Oz gestartet
In Kibbutz Nir Oz, einer Gemeinde im Süden Israels, die beim Hamas-Angriff am 7. Oktober 2023 schwer verwüstet wurde, läuft derzeit eine Spendenaktion für den Wiederaufbau eines Gästehauses. Die Initiative wird vom Solidaritätsverein Bergisch Gladbach–Nir Oz geleitet und soll einen Ort der Geborgenheit und Begegnung für Überlebende schaffen, die noch immer mit Verlust und Vertreibung kämpfen.
Der Angriff auf Kibbutz Nir Oz hinterließ weite Teile der Gemeinde in Trümmern – viele Bewohner kamen ums Leben oder verloren Angehörige. Während einige Entschlossene in die Heimat zurückkehren wollen, zögern andere angesichts anhaltender Sicherheitsbedenken und fehlender Grundversorgung.
Der Solidaritätsverein hat bereits konkrete Hilfe geleistet, etwa durch die Anlage eines Gartens in einer Notunterkunft und die Unterstützung der 18 Waisen des Kibbutz. Nun rückt der Wiederaufbau des Gästehauses in den Fokus, das künftig als Raum für Zusammenkünfte, Heilung und Freundschaft dienen soll. Die Bauarbeiten sollen Anfang 2026 beginnen.
Um das Projekt zu beschleunigen, hat die Bethe-Stiftung zugesagt, jeden gespendeten Euro zu verdoppeln – und zwar bis zu 2.000 Euro pro Einzelspende. Die Spendenkampagne läuft bis zum 5. April 2026 und gibt Unterstützern damit ausreichend Zeit, sich am Wiederaufbau zu beteiligen.
Das Gästehaus steht symbolisch für einen Schritt zurück in die Normalität für Kibbutz Nir Oz und bietet Überlebenden die Möglichkeit, sich wieder zu verbinden. Mit den verdoppelten Spenden und einem klaren Zeitplan will die Initiative aus einem Ort der Zerstörung ein Zeichen der Widerstandsfähigkeit und Hoffnung machen.