02 November 2025, 20:03

Katholische Gemeinde kämpft um den Erhalt ihrer Kirche trotz sinkender Zahlen und finanzieller Schwierigkeiten

Eine Kirche ist prominent in der Mitte des Bildes zu sehen.

Katholische Gemeinde kämpft um den Erhalt ihrer Kirche trotz sinkender Zahlen und finanzieller Schwierigkeiten

Neue Seelsorgeeinheit in Düsseldorf linksrheinisch und der Innenstadt löst Debatte über Kirchenstandorte aus Während die Zahl der Katholiken in Büderich sinkt und das Erzbistum Köln mit wachsenden finanziellen Herausforderungen kämpft, sorgt die geplante Zusammenlegung der Pfarrgemeinden für Diskussionen: Wie viele Kirchenstandorte sind künftig nötig? Der Pfarrgemeinderat der Heilig-Geist-Kirche will die Zukunft aktiv mitgestalten – statt später vor vollendete Tatsachen gestellt zu werden. Mit nur noch 6.300 Katholiken in Büderich und weiter rückläufigen Zahlen steht das Erzbistum unter finanziellem Druck. Einschnitte und Schließungen zeichnen sich ab, darunter möglicherweise auch die beliebte Heilig-Geist-Kirche. Um den kirchlichen Charakter des Ortes zu bewahren, strebt die Gemeinde eine Vermietung oder einen Verkauf des Gebäudes an – etwa für soziale Einrichtungen wie ein Altenheim oder Jugendeinrichtungen. Unvereinbare Nutzungen werden ausgeschlossen. Aktuell wird ein detailliertes Konzept erarbeitet, das in einem transparenten, dialogorientierten Prozess über mehrere Jahre hinweg verschiedene Akteure einbindet: den Pfarrgemeinderat, das Erzbistum, soziale Träger, die Städte Meerbusch und Düsseldorf sowie renommierte Projektentwickler. Zudem verschärft sich der Mangel an pastoralen Mitarbeitenden – von Klerus bis zu Kirchenmusikern – in den kommenden Jahren weiter. Die Zukunft der Heilig-Geist-Kirche bleibt ungewiss, Schließungen und Einsparungen sind wahrscheinlich. Doch die Gemeinde geht proaktiv vor: Gemeinsam mit der Gemeinschaft und relevanten Beteiligten soll die Entwicklung gestaltet werden – mit dem Ziel, den kirchlichen Charakter zu erhalten und gleichzeitig die finanziellen Herausforderungen zu meistern. Der Prozess wird sich voraussichtlich über mehrere Jahre erstrecken und verschiedene Institutionen sowie Interessengruppen einbeziehen.