Jochen Ott will NRW mit 5.000-Euro-Bonus zum familienfreundlichsten Land machen
Lukas AlbrechtJochen Ott will NRW mit 5.000-Euro-Bonus zum familienfreundlichsten Land machen
Jochen Ott ist zum Spitzenkandidaten der SPD für die Landtagswahl in Nordrhein-Westfalen gekürt worden. Er hat ehrgeizige Pläne vorgelegt, um das Land zum familienfreundlichsten Bundesland Deutschlands zu machen. Dazu gehören ein „Chancen-Geld“ in Höhe von 5.000 Euro für jedes Neugeborene sowie ein massiver Ausbau des sozialen Wohnungsbaus.
Auf dem SPD-Landesparteitag in Düsseldorf erhielt Ott überwältigende Unterstützung: 96,2 Prozent der Delegierten stimmten für ihn. Er positioniert die Partei als Stimme der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer und warnt vor einem „Klassenkampf von oben“, angeführt von wohlhabenden Eliten und der rechtspopulistischen AfD. Seine Vision lehnt Margaret Thatchers Behauptung ab, es gebe „so etwas wie eine Gesellschaft nicht“, und setzt stattdessen auf soziale Gerechtigkeit und Aufstieg durch Bildung.
Die familienorientierte Politik der SPD hat bereits lokal Erfolge gezeigt: 2022 wurde Marc Herter mit 63,6 Prozent der Stimmen als Oberbürgermeister von Hamm wiedergewählt – auch dank des familienfreundlichen Kurses der Partei. Dennoch sind die Umfragewerte der SPD im Land stark auf 14 bis 18 Prozent gesunken.
Im Mittelpunkt von Otts Wahlkampf steht die Wiederherstellung von Gerechtigkeit und die Schaffung neuer Chancen in Nordrhein-Westfalen. Der geplante „Chancen-Fonds“ für Kinder und die Initiativen für sozialen Wohnungsbau sollen Ungleichheit bekämpfen und die Lebensqualität verbessern. Ob die SPD damit in den anstehenden Wahlen wieder an Boden gewinnen kann, wird sich zeigen.
