15 November 2025, 20:02

Jan Böhmermann fordert AfD-Verbot und schärfere Regeln für Soziale Medien

Eine Social-Media-Seite mit einem Profilbild einer Dame, ihrem Namen, einem beschreibenden Absatz und verschiedenen Icons und Schaltflächen sowie einem Link unten.

Jan Böhmermann fordert AfD-Verbot und schärfere Regeln für Soziale Medien

Jan Böhmermann, der bekannte deutsche Komiker und Journalist, fordert schärfere Regulierung von Sozialen Medien und kritisiert die AfD für ihre Ablehnung solcher Maßnahmen. Gleichzeitig räumte er ein, bei der Planung eines Konzerts den jüdischen Blickwinkel nicht ausreichend bedacht zu haben – ein Fehler in der Terminierung.

Böhmermann warf der rechtspopulistischen Alternative für Deutschland (AfD) vor, von Plattformen wie X (ehemals Twitter) oder Google zu profitieren, und fragte provokant, warum die Partei Dienste wie Twitter und TikTok nutze, obwohl sie deren Regulierung ablehne. Er spricht sich dafür aus, die AfD zu verbieten – unabhängig von der rechtlichen Machbarkeit.

Seine Forderung nach strengeren Regeln für Soziale Medien verbindet Böhmermann mit Kritik an Teilen der traditionellen Medienlandschaft, die seiner Ansicht nach ebenfalls zur Verbreitung rechtsextremer Inhalte beitragen. Er besteht darauf, dass Plattformen wie Medienkonzerne und Verlage behandelt werden müssten – mit entsprechend strengen Auflagen und ohne Ausnahmen.

Unterstützung kommt von verschiedenen Institutionen und Expert:innen. Die Gewerkschaft Verdi, vertreten durch Christoph Schmitz-Dethlefsen, wirft den Plattformen vor, längst keine neutralen Vermittler mehr zu sein. Der Medienrechtler Dieter Dörr warnt vor der demokratiegefährdenden monopolartigen Marktmacht der Tech-Konzerne. Barbara Massing, Direktorin der Deutschen Welle, fordert transparente, überprüfbare und demokratisch kontrollierbare Algorithmen. Auch aus der Politik und der EU gibt es Forderungen nach härteren Regeln, um Desinformation einzudämmen und die Demokratie zu schützen.

Böhmermann unterstreicht die Dringlichkeit einer konsequenten Regulierung und verknüpft seine Kritik an der AfD mit einer grundsätzlichen Medienkritik. Seine Positionen decken sich mit denen zahlreicher Fachleute und Institutionen – ein Zeichen für einen wachsenden Konsens, dass die Macht und der Einfluss der Tech-Giganten begrenzt werden müssen.