22 March 2026, 18:28

Internationale Großübung in Gangelt testet grenzüberschreitende Krisenbewältigung

Balkendiagramm, das die Anzahl der tödlichen Arbeitsunfälle nach Ereignis oder Exposition von 2017 bis 2021 zeigt, mit begleitendem erklärendem Text.

Internationale Großübung in Gangelt testet grenzüberschreitende Krisenbewältigung

Großübung mit internationaler Beteiligung in Gangelt, Kreis Heinsberg

Am Samstag fand in Gangelt im Kreis Heinsberg eine große internationale Notfallübung statt. Dabei arbeiteten Rettungskräfte aus Deutschland, den Niederlanden und Belgien zusammen, um einen simulierten Massenanfall von Verletzten mit gefährlichen Stoffen zu bewältigen. Über 30 Behörden und Organisationen aus der Euregio nahmen teil – im Fokus stand die grenzüberschreitende Zusammenarbeit in Krisensituationen.

Das Szenario spielte sich auf der Kreisstraße 13 ab, einer wichtigen Verkehrsader, die zugleich als Umgehungsstraße für Gangelt dient. Dort kollidierte im Übungsszenario ein Gefahrguttransporter mit einem Reisebus und mehreren Pkw, woraufhin ein giftiger, ätzender Stoff austrat, der umgehend eingedämmt werden musste. Niederländische Spezialkräfte in Schutzkleidung sicherten die Substanz, während belgische Einheiten – darunter die Feuerwehrzone Ost-Limburg – Brandbekämpfung, Rettungsmaßnahmen und Koordination übernahmen.

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Die unter dem Namen EMREX durchgeführte Übung simulierte Dutzende Verletzte und testete die Einsatzkräfte unter Hochdruck. Drohnen kamen zum Einsatz, um das Gelände aus der Luft zu erfassen und Echtzeit-Lagebilder zu liefern. Die Organisatoren zogen später eine positive Bilanz: Trotz unterschiedlicher nationaler Vorschriften und Systeme habe die Zusammenarbeit reibungslos funktioniert.

Es handelte sich um die erste großangelegte internationale Übung dieser Art in der Region seit 2018. Die Kreisstraße 13 blieb für die Dauer der Maßnahme gesperrt und wurde erst am späten Samstagabend wieder für den Verkehr freigegeben.

Die Übung unterstrich die Bedeutung grenzüberschreitender Vorbereitung auf komplexe Notfälle. Rettungsteams aus drei Ländern zeigten, dass sie auch unter schwierigen Bedingungen effizient zusammenarbeiten können. Wann die nächste Großübung in diesem Umfang stattfinden wird, steht noch nicht fest.

Quelle