Alltagsleben ist nur leicht teurer - Inflation in Deutschland sinkt auf Niveau von vor 2020 zurück
Die Inflationsrate in Deutschland geht weiter zurück, nachdem sie in den vergangenen Jahren ihren Höhepunkt erreicht hatte. Neue Prognosen deuten auf einen stetigen Rückgang hin, der Werte wie vor 2020 erreichen könnte. Die jüngsten Zahlen bestätigen einen deutlichen Rückgang gegenüber den Spitzenwerten von 2022 und 2023.
Die Lebenshaltungskosten stiegen 2022 stark an, als die Verbraucherpreise um 7,1 Prozent kletterten. Dieser Anstieg folgte auf den Ausbruch des Ukraine-Kriegs, der globale Lieferketten und Energiemärkte durcheinanderbrachte. Im Jahr darauf blieb die Inflation mit 5,6 Prozent weiterhin hoch.
Bis 2024 verlangsamte sich die Rate dann deutlich auf 2,2 Prozent. Der Abwärtstrend soll sich fortsetzen: Die Deutsche Bundesbank erwartet für 2025 eine jährliche Inflationsrate von 2 Prozent – den niedrigsten Stand seit 2020. Regionale Daten aus Dezember 2025 zeigen für Nordrhein-Westfalen sogar nur 1,8 Prozent. Für 2026 prognostiziert die Bundesbank einen leichten Anstieg auf 2,2 Prozent, nach einer früheren Schätzung von 2,3 Prozent. Andere Vorhersagen weichen ab: Trading Economics rechnet mit 1,9 Prozent, während die Europäische Zentralbank einen Wert knapp unter 2 Prozent erwartet.
Die aktuellen Prognosen lassen auf eine anhaltende Entspannung der Inflationsentwicklung in Deutschland schließen. Nach Jahren der Schwankungen stabilisieren sich die Verbraucherpreise wieder auf dem Niveau von vor 2020. Offizielle Vorhersagen deuten auf nur noch geringe Schwankungen in den kommenden Jahren hin.