Hürths nachhaltiger Abriss: Wie aus dem AOK-Gebäude ein Forschungsprojekt wird
Clara MeyerHürths nachhaltiger Abriss: Wie aus dem AOK-Gebäude ein Forschungsprojekt wird
Der Abriss des ehemaligen AOK-Gebäudes in Hürth markiert einen wichtigen Schritt im städtischen Entwicklungsprojekt Lebensader Lux. Statt die Materialien zu verkaufen, arbeitet die Stadt mit der RWTH Aachen zusammen, um sie nachhaltig wiederzuverwenden. Dieser Ansatz folgt einem Beschluss aus dem Jahr 2023, der darauf abzielt, Abfall bei Großabrissen zu reduzieren.
Bevor die Abrissarbeiten begannen, wurden zunächst alle gefährlichen Stoffe auf dem Gelände identifiziert und sicher entfernt. Anschließend erfolgte eine Bestandsaufnahme, um zu prüfen, welche Bauteile wiederverwendet werden können. Dazu zählen Metallplatten, Handläufe, Bodenroste, Ziegelsteine, Fenster und Bänke, die nun in eine neue Forschungsinitiative einfließen sollen.
An dem Projekt sind mehrere Partner beteiligt, darunter die RWTH Aachen, die Center Construction Robotics GmbH, die Concular GmbH sowie die Rhiem & Sohn Kies und Sand GmbH & Co. KG. Die Materialien werden künftig das europäische Forschungsprojekt Target-X unterstützen, das sich mit innovativen Lehr- und Forschungsmethoden befasst. Auf einem 4.000 Quadratmeter großen Referenzbauplatz in Aachen sollen diese Ansätze in der Praxis erprobt werden.
Nach Abschluss des Abrisses wird das Gelände umgestaltet. Geplant sind ein modernes Gebäude, ein neuer Platz mit Wasserspiel, Grünflächen und hochwertige öffentliche Einrichtungen.
Das Projekt Lebensader Lux zeigt, wie Stadtentwicklung mit Nachhaltigkeitszielen vereint werden kann. Durch die Wiederverwendung von Materialien aus dem alten AOK-Gebäude vermeidet die Initiative unnötigen Abfall und fördert gleichzeitig die Forschung. Der neue Platz und das Gebäude werden zudem die Lebensqualität für Anwohner und Besucher verbessern.






