26 November 2025, 22:02

Holocaust-Gedenken: Michael Seligmanns Lebenswerk für die Villa ten Hompel geehrt

Eine Frau berührt die Medaille eines Mannes, der vor ihr steht, mit sichtbaren Fahnen im Hintergrund.

Holocaust-Gedenken: Michael Seligmanns Lebenswerk für die Villa ten Hompel geehrt

Dr. Michael Seligmann ist für sein jahrzehntelanges Engagement bei der Bewahrung des Holocaust-Gedenkens ausgezeichnet worden. Der ehemalige Vorsitzende des Trägervereins der Gedenkstätte Villa ten Hompel leitete die Organisation von 1998 bis 2022 und prägte maßgeblich deren Wachstum und Einfluss. Durch seine Arbeit rückt Nordrhein-Westfalen nun in die engere Auswahl, um das erste deutsche Bildungszentrum von Yad Vashem zu beherbergen.

Unter Seligmanns Führung entwickelte sich die Gedenkstätte Villa ten Hompel zu einem zentralen Ort der Holocaust-Bildung. Der Verein erweiterte unter seiner Ägide sein gemeinnütziges Wirken, finanziert von lokalen Unterstützern aus dem Münsterland, die sich der Erinnerungskultur verschrieben hatten. Die enge Verbindung Seligmanns zur Gedenkstätte fand auch Anerkennung bei Regierungspräsidentin Bothe, die ihn als "Pionier der Erinnerungskultur" bezeichnete.

Das Auswahlverfahren für das Yad-Vashem-Zentrum läuft noch: Nordrhein-Westfalen, Bayern und Sachsen warten auf die endgültige Entscheidung. Delegationen werden die Standorte begutachten, bevor Anfang 2026 die Wahl fällt. Seligmanns Vermächtnis bleibt indes mit der Villa ten Hompel verbunden – einer Gedenkstätte, die weiterhin aufklärt und der Vergangenheit gedenkt.