07 June 2026, 10:25

Herbstsynode in Solingen: Kirche plant radikale Umstrukturierung bis 2030

Herbstsynode des Evangelischen Kirchenkreises Solingen findet statt

Herbstsynode in Solingen: Kirche plant radikale Umstrukturierung bis 2030

Evangelischer Kirchenkreis Solingen hält Herbstsynode am 10. und 11. November ab

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Die Herbstsynode des Evangelischen Kirchenkreises Solingen findet am 10. und 11. November statt. Die Veranstaltungen werden in der Evangelischen Stadtkirche Mitte eröffnet – beginnend mit einem Gottesdienst am Freitag um 18:00 Uhr. Alle Sitzungen sind für die Öffentlichkeit zugänglich.

Den Auftakt bildet ein Gottesdienst unter der Leitung von Dr. Holger Ueberholz. In den folgenden beiden Tagen beraten die Synodalen drei zentrale Vorschläge zur Neuordnung der kirchlichen Arbeit. Im Fokus stehen dabei die Bereiche Kirchenmusik, Kinder- und Jugendarbeit sowie die seelsorgerische Versorgung.

Die Konzepte wurden in den vergangenen 18 Monaten von Arbeitsgruppen erarbeitet, die von der Synode eingesetzt worden waren. Eine wesentliche Änderung sieht vor, dass Mitarbeiter in der Kirchenmusik und Jugendarbeit künftig nicht mehr nur einer Gemeinde zugewiesen sind, sondern regional oder kreisweit tätig werden.

Ein weiterer Vorschlag sieht die Aufteilung des Solinger Kirchenkreises in drei regionale Cluster vor. Jede der zehn Gemeinden behält zwar mindestens eine Pfarrstelle für Taufen, Trauungen, Beerdigungen und Seelsorge, doch bis 2030 rechnet die Synode nur noch mit zwölf Pfarrstellen – bei gleichzeitig sinkenden finanziellen Mitteln.

Zudem wird über eine stärkere Eigenständigkeit der Diakonie bei gleichzeitiger Aufsicht durch den Kirchenkreis diskutiert.

Die Beschlüsse der Synode werden die Zukunft der kirchlichen Arbeit und Personalstruktur in Solingen prägen. Angesichts schrumpfender Ressourcen und einer neu ausgerichteten Organisation will der Kirchenkreis die Kernaufgaben der Seelsorge bewahren, gleichzeitig aber die Zusammenarbeit über Gemeindegrenzen hinweg stärken. Die Ergebnisse werden maßgeblich bestimmen, wie sich Gemeinden und Einrichtungen in den kommenden Jahren aufstellen.

Quelle