Henkel stemmt sich gegen explodierende Materialkosten – doch Verbraucher könnten bald zahlen
Henry KochHenkel stemmt sich gegen explodierende Materialkosten – doch Verbraucher könnten bald zahlen
Henkel kämpft mit steigenden Materialkosten, die in diesem Jahr bereits zusätzliche Ausgaben in Höhe von mehreren hundert Millionen Euro verursacht haben. Das Unternehmen hat die Preise im Industriegeschäft bereits angehoben, doch bei den Verbraucherprodukten bleiben Preiserhöhungen vorerst ungewiss. CEO Carsten Knobel äußerte sich in einem aktuellen Interview mit RTL und ntv zu den Herausforderungen.
Die Materialkosten bei Henkel sind um einen hohen einstelligen Prozentsatz gestiegen, was das Unternehmen zwischen 400 und 500 Millionen Euro belastet. Als Reaktion hat die Klebstoff-Sparte bereits Preisanpassungen vorgenommen, um die finanzielle Last abzufedern.
Die Konsumgüterabteilung steht jedoch vor größeren Schwierigkeiten. Angesichts der finanziellen Belastung vieler Haushalte gestaltet sich die Weitergabe höherer Kosten als schwierig. Henkel setzt daher auf selektive Preisanpassungen, insbesondere bei Produkten mit neuen Innovationen.
Knobel schloss mögliche Preiserhöhungen für Verbraucher ab 2026 nicht aus, falls der Kostendruck anhält. Das Unternehmen verhandelt zudem Lieferantenverträge neu und passt die Marktpreise an, um die Auswirkungen abzumildern. Dennoch bleibt die weitere Entwicklung der Kosten unklar – eine konkrete Prognose kann Henkel derzeit nicht abgeben.
Während im Industriebereich bereits Preisanpassungen umgesetzt wurden, harrt die Konsumgüterseite noch einer Entscheidung. Sollten die Materialkosten weiter steigen, könnten weitere Erhöhungen für Verbraucher bis 2026 unvermeidbar werden. Das Unternehmen sucht weiterhin nach Wegen, die Ausgaben im Griff zu behalten, ohne die Bezahlbarkeit für Kunden aus den Augen zu verlieren.






