Hat der Glaube noch Macht über unsere Identität – oder ist er ersetzbar?
Lukas AlbrechtHat der Glaube noch Macht über unsere Identität – oder ist er ersetzbar?
Wer sind wir? Sozialen Identitäten im Wandel – in dieser Reihe findet eine neue Diskussion über die Rolle der Religion in der modernen Identitätsbildung statt. Die Veranstaltung fragt: Prägt der Glaube noch, wer wir sind – oder haben säkulare Alternativen seinen Platz eingenommen? Als Gesprächspartner führt Prof. Dr. Detlef Pollack, Soziologe mit Schwerpunkt Religionsforschung an der Universität Münster, durch den Abend.
In den letzten zwei Jahrzehnten hat die Religion in Deutschland an Einfluss auf die Ausbildung sozialer Identitäten verloren. Pollacks Studien zeigen, wie heute Ernährungsvorschriften oder identitätspolitische Debatten Funktionen übernehmen, die einst dem Glauben vorbehalten waren. Dieser Wandel spiegelt Entwicklungen in anderen westlichen Ländern wider, wo Vielfalt und säkulare Werte wie Toleranz und Meinungsfreiheit zunehmend dominieren.
Doch ist dieser Rückgang unumkehrbar? Pollack wird der Frage nachgehen, ob Religionen ihre identitätsstiftende Kraft künftig zurückgewinnen könnten. Die Teilnehmer erwarten eine Debatte darüber, ob es sich um einen linearen Prozess handelt – oder ob der Glaube ein Comeback erleben könnte.
Die Diskussion ist Teil einer umfassenderen Reihe, die sich mit dem Wandel sozialer Identitäten befasst. Sie untersucht, wie das moderne Leben Zugehörigkeit neu definiert – jenseits oder gar ohne Religion. Die Ergebnisse könnten Aufschluss darüber geben, wie Identität in einer zunehmend säkularen Welt konstruiert wird.






