Hamburger Schulen testen „Handyzonen“ – aber funktioniert das Konzept wirklich?
Lukas AlbrechtHamburger Schulen testen „Handyzonen“ – aber funktioniert das Konzept wirklich?
Hamburgs Bildungssenatorin Ksenija Bekeris hat vorgeschlagen, in Schulen "Handyzonen" einzurichten – ähnlich den früheren Raucherbereichen. Dieser Vorschlag stößt trotz Unterstützung durch Fachleute aus verschiedenen Bereichen auf gemischte Reaktionen.
Bekeris, gestützt von Expert:innen aus Medizin, Pädagogik, Psychologie und Medienwissenschaften sowie den Bundesländern Niedersachsen und Hamburg, hat Leitlinien für diese Zonen ausgearbeitet. Ziel ist es, die Bildschirmzeit von Minderjährigen zu regulieren: Empfohlen werden 30 Minuten für 7- bis 8-Jährige und 45 Minuten für 9- bis 10-Jährige.
Doch der Vorschlag löst auch Skepsis und Kritik aus. Manche zweifeln daran, dass er übermäßige Handynutzung wirksam eindämmen kann, andere hinterfragen die praktische Umsetzbarkeit solcher Zonen. In Nordrhein-Westfalen ist Rauchen bereits an allen Schulen verboten – auch für erwachsene Berufsschüler:innen –, was Bedenken weckt, ob ähnliche strenge Regeln künftig auch für "Handyzonen" gelten könnten.
Die Pläne des Hamburger Bildungssenats für "Handyzonen" an Schulen bleiben ein umstrittenes Thema: Zwar gibt es fachliche Rückendeckung, doch die Kritik ist beträchtlich. Während die Debatte weitergeht, stehen vor allem die Auswirkungen auf die Bildschirmzeit der Schüler:innen und die Machbarkeit der Kontrolle im Fokus.