16 November 2025, 22:01

Hamburger Schulen testen „Handyzonen“ – aber funktioniert das Konzept wirklich?

Ein Smartphone, das Text anzeigt, im Vordergrund mit einem Fernseher in der Mitte, der Bilder von elektronischen Geräten und Text auf seinem Bildschirm zeigt.

Hamburger Schulen testen „Handyzonen“ – aber funktioniert das Konzept wirklich?

Hamburgs Bildungssenatorin Ksenija Bekeris hat vorgeschlagen, in Schulen "Handyzonen" einzurichten – ähnlich den früheren Raucherbereichen. Dieser Vorschlag stößt trotz Unterstützung durch Fachleute aus verschiedenen Bereichen auf gemischte Reaktionen.

Bekeris, gestützt von Expert:innen aus Medizin, Pädagogik, Psychologie und Medienwissenschaften sowie den Bundesländern Niedersachsen und Hamburg, hat Leitlinien für diese Zonen ausgearbeitet. Ziel ist es, die Bildschirmzeit von Minderjährigen zu regulieren: Empfohlen werden 30 Minuten für 7- bis 8-Jährige und 45 Minuten für 9- bis 10-Jährige.

Doch der Vorschlag löst auch Skepsis und Kritik aus. Manche zweifeln daran, dass er übermäßige Handynutzung wirksam eindämmen kann, andere hinterfragen die praktische Umsetzbarkeit solcher Zonen. In Nordrhein-Westfalen ist Rauchen bereits an allen Schulen verboten – auch für erwachsene Berufsschüler:innen –, was Bedenken weckt, ob ähnliche strenge Regeln künftig auch für "Handyzonen" gelten könnten.

Die Pläne des Hamburger Bildungssenats für "Handyzonen" an Schulen bleiben ein umstrittenes Thema: Zwar gibt es fachliche Rückendeckung, doch die Kritik ist beträchtlich. Während die Debatte weitergeht, stehen vor allem die Auswirkungen auf die Bildschirmzeit der Schüler:innen und die Machbarkeit der Kontrolle im Fokus.