12 November 2025, 08:02

Grüne streiten über Pflichtdienst – Brantner setzt auf freiwilliges Engagement

Zwei Personen in militärischer Uniform mit grünen Waffen vor einem See, mit Gebäuden, Bäumen und einem klaren Himmel im Hintergrund.

Grüne streiten über Pflichtdienst – Brantner setzt auf freiwilliges Engagement

Grüne-Co-Vorsitzende Franziska Brantner zeigt sich zurückhaltend bei Plänen für einen verpflichtenden Staatsdienst. Sie betont, wie wichtig es sei, zunächst freiwillige Dienste zu fördern, bevor über eine allgemeine Dienstpflicht nachgedacht werde – und verweist dabei auf das verfassungsmäßig verankerte Recht auf Kriegsdienstverweigerung.

Brantner schlägt vor, den Militärdienst attraktiver zu gestalten und ein freiwilliges Melderegister für alle über 18-Jährigen einzuführen. Unterstützung erhält sie von 89 Grünen-Mitgliedern, die sich für ein verpflichtendes soziales Jahr für junge Menschen bis 28 aussprechen. Doch nicht alle in der Partei sind einer Meinung: Luis Bobga von der Grünen Jugend lehnt den Zwangsdienst ab, während Irene Mihalic freiwillige Dienste bevorzugt. Hinter dem Vorstoß stehen prominente grüne Politiker wie Mona Neubaur, Katharina Fegebank, Katharina Schulze, Tarek Al-Wazir und Anton Hofreiter. Die Debatte wird auf dem Grünen-Parteitag Ende dieses Monats weitergeführt.

Zudem fordert Brantner einen neuen Generationenvertrag, der faire Bildung, Klimaschutz und eine Sozialpolitik für alle Altersgruppen in den Mittelpunkt stellt. Sie zeigt Verständnis für die Frustration der jüngeren Generation angesichts der aktuellen Regierungspolitik.

Franziska Brantner äußert sich also skeptisch zu den Plänen für einen verpflichtenden Staatsdienst und setzt stattdessen auf freiwilliges Engagement sowie das Recht auf Kriegsdienstverweigerung. Innerhalb der Grünen bleibt die Diskussion umstritten – mit prominenten Fürsprechern und Gegnern des Vorhabens. Die Partei will mit einem neuen Generationenvertrag die Anliegen junger Menschen aufgreifen.