Großrazzia in Münster: Bauunternehmer wegen Lohnbetrugs und Untreue festgenommen
Lukas AlbrechtGroßrazzia in Münster: Bauunternehmer wegen Lohnbetrugs und Untreue festgenommen
Großrazzia in Münster und Senden: Verdacht auf Lohnbetrug und Untreue
In Münster und Senden läuft derzeit eine groß angelegte Polizeiaktion, nachdem die Behörden einen mutmaßlichen Lohnbetrug und eine Untreue-Struktur aufgedeckt haben. Hauptverdächtiger ist ein 33-jähriger Inhaber eines Bauunternehmens, gegen den wegen Vorenthaltens von Sozialabgaben und Arbeitgeberbeiträgen zur Sozialversicherung Haftbefehl vorliegt. Mehr als 150 Beamte – darunter Zollfahnder und Bundespolizisten – durchsuchen derzeit sieben Objekte im Rahmen der Razzia.
Die Staatsanwaltschaft Münster ordnete die Festnahmen an, da Fluchtgefahr und Wiederholungsgefahr bestehen. Der 33-Jährige stand bereits seit 2022 unter Ermittlung, nachdem bei einer Hausdurchsuchung belastendes Material sichergestellt worden war, das zu einem Strafverfahren führte. Neben ihm werden eine 54-jährige Frau und ein 61-jähriger Mann beschuldigt, seine illegalen Machenschaften unterstützt zu haben.
Zollbeamte, unterstützt von drei Spürhunden, suchen nach verstecktem Bargeld, um ausstehende Forderungen des Staates einzutreiben. Die Durchsuchungen erstrecken sich auf vier Wohnungen und drei Geschäftsräume. Gleichzeitig wird gegen eine weitere Frau wegen möglicher Verstrickung in das System ermittelt.
Ein 61-jähriger Mitarbeiter, der mit dem Fall in Verbindung steht, wurde zudem vorläufig festgenommen, da er gegen Bewährungsauflagen in einer anderen Sache verstoßen haben soll.
Die Aktion dauert noch an, während die Behörden weitere Beweise sichern. Den Beschuldigten drohen Vorwürfe wegen Lohnbetrugs, Untreue und der Vorenthaltung von Versicherungsbeiträgen. Bei einer Verurteilung müssten sie mit hohen Rückforderungen des Staates rechnen.






