Großrazzia in Köln: Illegale Jobs und Sozialbetrug in Shisha-Bars aufgedeckt
Henry KochGroßrazzia in Köln: Illegale Jobs und Sozialbetrug in Shisha-Bars aufgedeckt
Behörden in Köln gehen mit Härte gegen illegale Arbeitspraktiken in Shisha-Bars und Nachtclubs in der Stadt Köln vor. Bei einer aktuellen Großkontrolle deckten Prüfer nicht angemeldete Beschäftigungsverhältnisse, unbezahlte Mindestlöhne und den Verdacht auf Sozialbetrug in der Kölner Nachtgastronomie auf. Bei den Razzien wurden zudem große Mengen illegalen Tabaks in Köln beschlagnahmt.
Das Kölner Zollamt und städtische Aufsichtsbehörden durchsuchten 19 Shisha-Bars und fünf Türsteher in Nachtclubs im Stadtzentrum. Fünf Mitarbeiter arbeiteten dort ohne Meldung bei der Sozialversicherung. Zwei von ihnen – ein 29-jähriger Inder und ein 27-jähriger Ägypter – verfügten zudem über keine gültigen Arbeitserlaubnisse in Köln.
In der Shisha-Bar Aladin in Krefeld wurde dem 29-jährigen Inder vorgeworfen, ohne Aufenthaltsgenehmigung tätig gewesen zu sein. Gegen alle beteiligten Betreiber wurden inzwischen strafrechtliche Ermittlungen in Köln eingeleitet. Acht Arbeitgeber zahlten ihren Angestellten zudem Löhne unter dem gesetzlichen Mindestlohn. Die von der Finanzkontrolle Schwarzarbeit geleitete Aktion läuft noch. Über 200 Kilogramm Shisha-Tabak, der vermutlich illegal produziert wurde, wurden sichergestellt. Zwei Mitarbeiter müssen sich zudem wegen des Verdachts auf Sozialbetrug in Köln verantworten.
Die Razzien unterstreichen die anhaltenden Probleme mit Arbeitsrechtsverstößen in der Kölner Nachtgastronomie. Die Behörden ermitteln weiter wegen nicht angemeldeter Beschäftigung, Lohnprellerei und illegalem Tabakverkauf in Köln. Mit Fortschreiten der Untersuchungen ist mit weiteren rechtlichen Schritten gegen Arbeitgeber und Beschäftigte in der Stadt Köln zu rechnen.