Gleisbetreten bei Müngstener Brücke löst Großeinsatz und Zugausfälle aus
Jonas MayerGleisbetreten bei Müngstener Brücke löst Großeinsatz und Zugausfälle aus
Unbefugtes Betreten der Gleise nahe der Müngstener Brücke führt zu Zugausfällen am Sonntag, 8. März
Am Sonntag, dem 8. März, kam es aufgrund eines unbefugten Gleisbetretens in der Nähe der Müngstener Brücke zu einer vorübergehenden Stilllegung des Schienenverkehrs. Gegen Mittag wurden drei Personen auf den Gleisanlagen gesichtet, was einen Großeinsatz der Rettungskräfte auslöste. Die Behörden leiten nun Schritte ein, um die entstandenen Kosten von den Verantwortlichen zurückzufordern.
Augenzeugen berichteten, gegen 12:05 Uhr zwei Erwachsene und ein Kind in der Nähe der Gleise beobachtet zu haben. Ihre Anwesenheit zwang die Behörden, die Strecke zwischen 12:09 Uhr und 12:50 Uhr komplett zu sperren. Alarmiert wurden unter anderem die Bundespolizei, die Wuppertaler Polizei sowie die Feuerwehren aus Solingen und Remscheid, die umgehend zum Einsatzort ausrückten.
Die beiden Erwachsenen gaben später an, eine Navigations-App habe sie über die Brücke geleitet. Die Bundespolizei wies jedoch darauf hin, dass in dem Bereich deutlich sichtbare Verbotszeichen angebracht seien. Infolgedessen wurden gegen die beiden Erwachsene Ordnungswidrigkeitsverfahren wegen widerrechtlichen Betretens der Bahnanlagen eingeleitet.
Derzeit werden die Kosten des Einsatzes ermittelt. Die Feuerwehr Solingen berechnete rund 656 Euro für den Einsatz von Fahrzeugen und Personal. Die Wuppertaler Polizeidirektion forderte von jedem der beiden Kostenschuldner 118,50 Euro an; der Fall befindet sich derzeit in der Anhörungsphase. Auch die Bundespolizei hatte Einsatzkosten in Höhe von 99,60 Euro zu verzeichnen.
Die Stadt Solingen erließ unterdessen einen offiziellen Kostenbescheid auf Grundlage des nordrhein-westfälischen Brandschutz-, Hilfeleistungs- und Katastrophenschutzgesetzes. Die Stadt Remscheid prüft noch mögliche Kostenerstattungsansprüche, hat jedoch keinen Zeitrahmen für eine Entscheidung genannt.
Der Vorfall führte nicht nur zu erheblichen Behinderungen im Zugverkehr, sondern zieht auch juristische und finanzielle Konsequenzen für die Beteiligten nach sich. Die Behörden betonen erneut die Gefahren, die von der Missachtung von Sicherheitshinweisen im Bereich von Bahnanlagen ausgehen. Die Bemühungen um die Rückforderung der Einsatzkosten laufen derweil weiter – mehrere Behörden fordern eine Erstattung der angefallenen Ausgaben.






