02 February 2026, 08:46

Gewaltnacht in Gelsenkirchen: Schlägerei und Angriff auf Polizisten innerhalb weniger Stunden

Ein Schwarz-Weiß-Foto eines schwer beschädigten Autos am Straßenrand mit eingedellter Motorhaube und zersplitterten Fenstern sowie anderen Fahrzeugen, Laternenpfählen, Bäumen und einem Haus im Hintergrund.

Gewaltnacht in Gelsenkirchen: Schlägerei und Angriff auf Polizisten innerhalb weniger Stunden

Gewalttätige Auseinandersetzungen in Gelsenkirchen: Zwei Vorfälle in einer Nacht

In der Nacht zum 31. Januar 2026 eskalierte ein Verkehrsunfall auf der Grothusstraße in Gelsenkirchen zu einer handfesten Schlägerei. Zwei Autofahrer gerieten nach einer rücksichtslosen Überholaktion aneinander, wobei einer von ihnen später wegen Fahrens ohne Führerschein angezeigt wurde. Unterdessen griff eine 69-jährige Frau in einem separaten Vorfall am selben Abend Polizeibeamte an, die wegen eines verbrannten Essens in Hassel ausgerückt waren.

Der erste Zwischenfall ereignete sich gegen 21:55 Uhr, als zwei Fahrzeuge auf der Grothusstraße kollidierten. Ein Fahrer hatte zuvor ein riskantes Überholmanöver gewagt, das zu einem heftigen Streit führte. Die Auseinandersetzung artete schnell in Handgreiflichkeiten aus, bei denen beide Männer aufeinander einschlugen.

Als die Polizei eintraf, stellte sich heraus, dass der 48-jährige Fahrer keinen gültigen Führerschein besaß. Sein Führerschein war bereits gesperrt worden, weshalb zusätzliche Anklagepunkte wegen Fahrens ohne Fahrerlaubnis hinzukamen. Beide Fahrzeuge wurden beschädigt, Verletzte gab es jedoch nicht. Die Behörden leiteten später strafrechtliche Ermittlungen wegen Nötigung im Straßenverkehr, Körperverletzung und Beleidigung ein.

Schon früher am Abend waren Rettungskräfte wegen eines verbrannten Essens in die Hasloher Weg in Hassel gerufen worden. Eine 69-jährige Anwohnerin wurde zunehmend aggressiv, als Feuerwehrleute und Polizisten eintrafen. Sie schlug einem Beamten ins Gesicht und trat gegen einen weiteren, woraufhin sofort wegen Körperverletzung ermittelt wurde. Derzeit wird geprüft, ob sie verhandlungsfähig ist.

Die beiden getrennten Vorfälle führten zu mehreren Strafverfahren. Dem 48-jährigen Fahrer drohen Anklagen wegen Verkehrsverstößen, Körperverletzung und Fahrens ohne Führerschein. Der Angriff der 69-Jährigen auf die Beamten wird weiter untersucht, wobei die Staatsanwaltschaft ihre Schuldfähigkeit bewertet.