30 May 2026, 18:23

GDL-Streik legt Deutschlands Bahnverkehr für 35 Stunden lahm – warum Lokomotivführer jetzt kämpfen

Locomotive Leader in Interview: His View on the Rail Strikes

GDL-Streik legt Deutschlands Bahnverkehr für 35 Stunden lahm – warum Lokomotivführer jetzt kämpfen

Deutschlands Bahnnetz steht vor einer erneuten massiven Störung, nachdem die Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer (GDL) einen 35-stündigen Streik gestartet hat. Die Arbeitsniederlegung betrifft sowohl den Personen- als auch den Güterverkehr und markiert die fünfte Runde der Arbeitskämpfe in dem anhaltenden Tarifkonflikt. Lokomotivführer wie Jörg, ein Triebfahrzeugführer aus Köln, betonen, die Streiks seien notwendig, um fairere Arbeitsbedingungen durchzusetzen.

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Der aktuelle Streik der GDL folgt auf wiederholte Forderungen nach höheren Löhnen und kürzeren Arbeitszeiten. Die Gewerkschaft verlangt eine Reduzierung der wöchentlichen Arbeitszeit auf 35 Stunden – bei vollem Lohnausgleich. Derzeit arbeiten viele Fahrer weit über die offizielle 39-Stunden-Grenze hinaus, mit Schichten von bis zu 50 oder sogar 55 Stunden, bedingt durch Personalmangel.

Jörg, der seit Jahren als Lokomotivführer tätig ist, unterstützt den Streik – trotz Kritik aus seinem privaten Umfeld. Die extremen Arbeitszeiten und unberechenbaren Dienstpläne seien auf Dauer nicht mehr tragbar, argumentiert er. Die GDL hat angekündigt, die Streiks künftig in "Wellen" fortzusetzen und dabei auf die übliche 48-stündige Vorankündigung zu verzichten, um den Druck auf die Arbeitgeber zu erhöhen.

Die Verhandlungen stecken weiterhin fest, eine schnelle Lösung ist nicht in Sicht. Die GDL macht klar: Ohne substantielle Verbesserungen werde sich die Eskalation der Störungen fortsetzen.

Die Streiks bringen die Reisepläne Zehntausender durcheinander und belasten das deutsche Verkehrssystem zusätzlich. Zwischen Arbeitgebern und Gewerkschaft gibt es keine Einigung bei Arbeitszeiten oder Löhnen – weitere Arbeitsniederlegungen sind daher wahrscheinlich. Für Fahrer wie Jörg zeigt der Kampf um bessere Bedingungen keine Anzeichen einer Entspannung.

Quelle