04 January 2026, 02:41

Fritz Schramma verlässt CDU nach scharfem Streit um Kölner Wahlniederlage

Eine Stadtansicht mit Gebäuden, Bäumen, Pfählen, Straßen, Fahrzeugen und Himmel.

Fritz Schramma verlässt CDU nach scharfem Streit um Kölner Wahlniederlage

Fritz Schramma, der 78-jährige ehemalige Oberbürgermeister von Köln, hat die Christlich Demokratische Union (CDU) verlassen. Sein Austritt folgt auf scharfe Kritik an der Art und Weise, wie die Partei mit ihrer jüngsten Wahlniederlage in Köln umgegangen ist. Schramma wirft den lokalen Führungskräften vor, die Gründe für die Niederlage nicht ausreichend aufgearbeitet zu haben.

Die CDU erlitt bei den Kölner Kommunalwahlen einen Rückschlag, als ihr Kandidat Markus Greitemann es nicht in die Stichwahl schaffte. Stattdessen zogen die Konkurrenten der Grünen weiter ins Rennen ein, sodass die Partei ohne starke Position im Wahlkampf zurückblieb.

Seitdem hat Schramma seine Wut insbesondere auf den Fraktionsvorsitzenden Bernd Petelkau gerichtet. Er behauptet, die Partei habe die Niederlage weder auf Führungsebene noch innerhalb der Stadtratsfraktion angemessen analysiert. In einer deutlichen Äußerung erklärte Schramma, die "Parteiarbeit in Köln sei kein Nebenjob" – ein Hinweis auf tiefere strukturelle Probleme. Petelkau wies Schrammas Vorwürfe zurück und bedauerte dessen Austritt. Er betonte, dass eine Aufarbeitung der Wahlniederlage zunächst mit der Parteiführung besprochen werde, bevor sie den Mitgliedern präsentiert werde.

Unterdessen hat Serap Güler, die aktuelle CDU-Vorsitzende in Köln, angekündigt, Parteiausschlussverfahren gegen Beteiligte des Streits einzuleiten.

Schrammas Rückzug unterstreicht die anhaltenden Spannungen innerhalb der Kölner CDU. Die Partei steht nun vor internen Zerwürfnissen, während sie sich mit den Folgen der Wahlniederlage auseinandersetzt. Gülers geplante Ausschlussverfahren könnten den Konflikt weiter anheizen.