08 November 2025, 22:03

Friedrich Merz’ satirische Autobiografie: *„Endlich Kanzler!“* – ein politischer Abrechnungsroman

Ein aufgeschlagenes Buch mit Schrift darauf.

Friedrich Merz’ satirische Autobiografie: *„Endlich Kanzler!“* – ein politischer Abrechnungsroman

Satyr Verlag veröffentlicht „Endlich Kanzler! Die autorisierte Autobiografie des Friedrich Merz“ – illustriert von Leonard Riegel und zum Preis von 18 Euro

Das Buch bietet einen zeitgemäßen Rückblick auf Merz’ politisches Leben – passend zu dem Jahr, das es beschreibt.

Merz’ politischer Werdegang begann in seiner Heimatstadt Brilon, geprägt von den Adenauer-Jahren und Lektürekreisen zu Franz Josef Strauß. Sein Aufstieg wurde durch die 68er-Bewegung, die rot-grüne Koalition und die Rivalität mit Angela Merkel gebremst. Merkel bezeichnet er unter anderem als „Inbegriff der Schäbigkeit“ – neben anderen scharfen Angriffen. Zu Merz’ Überzeugungen gehören ein unerbittlicher Arbeitsethos, eine ablehnende Haltung gegenüber Fremden und die These, dass Muße den Faschismus fördere.

Trotz Rückschläge – darunter gescheiterte Führungsambitionen – gibt Merz nicht auf, was ihm den Spitznamen „der sisyphische Sauerländer“ einbrachte. Zunächst verließ er die Politik für die internationale Finanzwelt, kehrte aber auf Drängen der CDU zurück. Ein Kanzleramt wäre für ihn finanziell ein Abstieg, doch „im Leben gehe es nicht immer um Geld“, betont er.

Das Buch, eine scheinbar autobiografische Satire, zeichnet Merz’ Aufstieg nach – von der Kindheit bis zur Rolle als Kohl-Nachfolger. Es gewährt Einblicke in seine politischen Überzeugungen, seine Karriere und seine unversöhnliche Haltung gegenüber Angela Merkel, aber auch in seinen ungebrochenen Ehrgeiz trotz aller Niederlagen.