Forschungsprojekt enthüllt unbekannte Polizeigeschichte aus Weimarer Republik und NS-Zeit
Henry KochForschungsprojekt enthüllt unbekannte Polizeigeschichte aus Weimarer Republik und NS-Zeit
Ein Forschungsprojekt in Nordrhein-Westfalen bringt die Geschichte der Polizei in zwei prägenden Epochen ans Licht. Die 2020 gestartete Initiative „Orte der Polizeigeschichte“ konzentriert sich auf die Weimarer Republik und die Zeit des Nationalsozialismus. Im Rahmen des Projekts werden historische Stätten erfasst, mit Originaldokumenten verknüpft und durch multimediale Inhalte ergänzt.
Den Anstoß gab ein Vorschlag des Innenministeriums des Landes. Ein Team der Hochschule für Polizei und öffentliche Verwaltung Nordrhein-Westfalen (HSPV NRW) leitet die Forschungsarbeit. Ziel ist es, zentrale Orte – von ehemaligen Polizeidienststellen bis hin zu Schauplätzen der Polizeiarbeit im „Dritten Reich“ – zu dokumentieren und aufzubereiten.
Ein zentrales Element ist eine virtuelle Karte, die historische Informationen, Archivmaterialien und interaktive Medien mit konkreten Orten verknüpft. Zu den untersuchten Stätten gehört auch das Polizeipräsidium Gelsenkirchen. Die Forscher:innen haben umfangreiche Daten zu dessen Rolle zusammengetragen, die nun online abrufbar sind.
Verantwortet wird das Projekt von Expert:innen des Instituts für Geschichte und Ethik der Polizei und öffentlichen Verwaltung. Zum Team gehören Prof. Dr. Dr. Dimitrij Davydov, Prof. Dr. Christoph Giersch, Dr. Frank Kawelovski, Dr. Christoph Riederer und Nanina Marika Sturm. Ihre Arbeit garantiert eine systematische und fundierte Aufarbeitung dieser historischen Orte.
Die Erkenntnisse zum Polizeipräsidium Gelsenkirchen sind auf der Website der HSPV NRW einsehbar. Das Projekt liefert eine detaillierte Dokumentation der Polizeigeschichte in entscheidenden historischen Phasen. Zugang zu den gesammelten Daten bietet die projekteigene Seite.






