13 March 2026, 18:30

Ford Köln baut 2.900 Stellen ab – ohne Zwangsentlassungen erreicht

Ein Plakat mit fetter, schwarzer Schrift, die den Text 'Trickle-Down Economics Works Not' trägt, auf einem weißen Hintergrund, eingerahmt von einem schmalen schwarzen Rand, und mit einem Zitat des Präsidenten.

Der Schreckgespenst der Entlassungen verschwindet bei Ford - Ford Köln baut 2.900 Stellen ab – ohne Zwangsentlassungen erreicht

Fords Werk in Köln hat fast 3.000 Stellen abgebaut – Teil eines umfassenden Sparprogramms. Die im vergangenen Sommer vereinbarten Kürzungen wurden durch freiwillige Abgänge und Versetzungen statt durch betriebsbedingte Kündigungen umgesetzt. Das Unternehmen strebt nun die Rückkehr in die Gewinnzone an, nachdem es mit schwachen Absatzzahlen bei Elektrofahrzeugen zu kämpfen hatte.

Die Belegschaft des Ford-Werks Köln ist in den letzten Jahren drastisch geschrumpft. Noch 2019 arbeiteten dort 18.000 Menschen, heute sind es nur noch etwa 9.000. Die jüngsten Stellenstreichungen sind Teil einer größeren Umstrukturierung, mit der Kosten gesenkt und die Finanzen stabilisiert werden sollen.

Anfang dieses Jahres strich Ford überraschend fast 1.000 Produktionsstellen. Der Schritt folgte auf die Umstellung von zwei auf eine Schicht – begründet mit der nachlassenden Nachfrage nach Elektroautos. Trotz Milliardeninvestitionen in die Modernisierung des Standorts für die E-Fahrzeugproduktion blieben die Verkaufszahlen hinter den Erwartungen zurück, was zu finanziellen Verlusten führte.

Ursprünglich hatte das Unternehmen 2.900 Stellenabbau zum Ziel gesetzt – ein Vorhaben, das nun ohne Zwangsentlassungen erreicht wurde. Rund 2.100 Mitarbeiter verließen freiwillig das Unternehmen, weitere 800 Stellen wurden an Investoren übertragen. Drei Bereiche des Werks, darunter der Werkzeugbau und der Druckguss, haben potenzielle Käufer angezogen, auch wenn noch keine offiziellen Details zu den Investoren bekannt gegeben wurden.

Für den Fall, dass die freiwilligen Maßnahmen nicht ausgereicht hätten, hatte Ford mit weiteren Kürzungen oder betriebsbedingten Kündigungen gedroht. Dank des Sparprogramms konnte diese Situation nun abgewandt werden, doch die Belegschaft schrumpft weiterhin.

Mit dem Abschluss der Stellenstreichungen wird die Zahl der Beschäftigten in Köln bald unter 9.000 fallen. Die Kürzungen sowie die eingesparten Kosten sollen dem Unternehmen helfen, sich finanziell zu erholen. Die Zukunft des Werks hängt nun davon ab, ob die Nachfrage nach Elektrofahrzeugen steigt und Investitionen in Schlüsselbereiche gesichert werden können.

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