Ford beendet StreetScooter-Kooperation – und lässt Lastenräder im Ungewissen
Lukas AlbrechtFord beendet StreetScooter-Kooperation – und lässt Lastenräder im Ungewissen
Ford hat die Zusammenarbeit mit StreetScooter beendet – die Produktion des Modells Work XL wurde Ende 2019 eingestellt. Rund 180 Ford-Mitarbeiter, die zeitweise zur Unterstützung von StreetScooter abgeordnet waren, sind mittlerweile in ihre ursprünglichen Positionen zurückgekehrt oder arbeiten ausschließlich von zu Hause aus für Ford. Unterdessen bleibt die Zukunft der StreetScooter-Lastenzweiräder ungewiss.
Der StreetScooter Work XL, für den ursprünglich eine jährliche Produktion von 3.500 Einheiten geplant war, blieb mit nur 2.500 gebauten Fahrzeugen für die Deutsche Post hinter den Erwartungen zurück. Prof. Achim Kampker, Mitgründer von StreetScooter, arbeitet nun daran, die Marke wiederzubeleben. Er hat vorgeschlagen, die Produktion in die Werke von e.GO in Aachen zu integrieren.
Die Grünen in Düsseldorf haben von der Landesregierung Klarheit über mögliche Unterstützung für die StreetScooter-Tochtergesellschaft gefordert. Ford hingegen hat keine Gespräche über eine Fortführung der Partnerschaft geführt, da das Unternehmen in den USA bereits seinen eigenen vollelektrischen Transit vorgestellt hat.
Die Zukunft von StreetScooter steht auf der Kippe, das Schicksal der Lastenräder ist noch offen. Während Ford sich auf eigene Elektrofahrzeug-Initiativen konzentriert, gibt es Bestrebungen, die Marke StreetScooter eigenständig wiederzubeleben.