17 December 2025, 12:58

Flughafen Düsseldorf plant mehr Flexibilität – aber keine Lockerung bei Nachtflügen

Eine Flughafensicht mit einem weißen Kontrollturm im Vordergrund, geparkten Flugzeugen auf dem Boden, entfernten Gebäuden und einem Flugzeug am Himmel.

Flughafen Düsseldorf plant mehr Flexibilität – aber keine Lockerung bei Nachtflügen

Flughafen Düsseldorf reicht angepassten Genehmigungsantrag ein

Flughafen Düsseldorf stellt überarbeiteten Genehmigungsantrag vor: Flexiblere Kontingente, moderne Flugzeuge, unveränderte Nachtflugregelungen und mehr

17. Dezember 2025, 10:32 Uhr

Der Flughafen Düsseldorf hat beim Verkehrsministerium des Landes Nordrhein-Westfalen einen überarbeiteten Planfeststellungsantrag eingereicht. Das Vorhaben zielt darauf ab, die betriebliche Flexibilität zu erhöhen, während die bestehenden Obergrenzen für Flugbewegungen und die Nachtflugbeschränkungen beibehalten werden.

Die aktualisierte Planung basiert auf einer Umweltverträglichkeitsprüfung sowie einer neuen Luftverkehrsprognose bis zum Jahr 2040.

Im Mittelpunkt des überarbeiteten Antrags stehen die Optimierung der Bodenabfertigung und eine effizientere Nutzung der Zeiten, in denen beide Start- und Landebahnen parallel betrieben werden. Bei Genehmigung würde die Zahl der koordinierten Flugbewegungen pro Stunde von derzeit 47 auf 60 steigen, sobald beide Pisten aktiv sind.

Die Regelungen für Nachtflüge bleiben weitgehend unverändert. Abflüge sind weiterhin zwischen 22:00 und 23:00 Uhr nicht erlaubt, während verspätete Landungen bis 23:30 Uhr möglich bleiben. Fluggesellschaften mit Basis in Düsseldorf dürfen jedoch weiterhin bis Mitternacht landen.

Die bestehende Obergrenze von 131.000 Flugbewegungen in den sechs verkehrsreichsten Monaten bleibt bestehen. Der Flughafen beabsichtigt jedoch, die derzeit für die Allgemeine Luftfahrt reservierten Slots auch für Linien- und Charterflüge freizugeben. Diese Anpassung soll ein flexibleres Wachstum ermöglichen.

Die Bezirksregierung Düsseldorf übernimmt nun die Federführung im Prüfverfahren. Zunächst wird das Ministerium für Umwelt, Naturschutz und Verkehr die Unterlagen auf Vollständigkeit prüfen. Anschließend legt die Bezirksregierung die Pläne in 13 umliegenden Kommunen zur öffentlichen Auslegung vor und holt Stellungnahmen der zuständigen Behörden ein.

Der überarbeitete Antrag wird derzeit von den Landesbehörden geprüft. Bei einer Genehmigung könnte der Flughafen Düsseldorf in Stoßzeiten mehr Flüge pro Stunde abwickeln. Dem Verfahren schließen sich eine öffentliche Anhörung sowie die Einbindung der betroffenen Kommunen an, bevor eine endgültige Entscheidung fällt.