Finanzminister rechtfertigt umstrittenen Lotto-Millionär als Redner bei Staatsveranstaltung
Henry KochFinanzminister verteidigt Auftritt von Lotterie-Millionär - Finanzminister rechtfertigt umstrittenen Lotto-Millionär als Redner bei Staatsveranstaltung
**Finanzminister verteidigt Auftritt eines Lotto-Millionärs mit Vorstrafen bei 'lottozahlen heute'
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- Dezember 2025
Eine vom Land geförderte Veranstaltung in Dortmund hat für Diskussionen gesorgt, nachdem ein umstrittener Redner mit krimineller Vergangenheit eingeladen wurde. Die "Fankurve"-Konferenz im BVB-Stadion sollte junge Finanzfachkräfte ansprechen, stand jedoch wegen der Wahl des Gastredners in der Kritik. Finanzminister Marcus Optendrenk (CDU) verteidigte die Entscheidung, während die Opposition deren Angemessenheit infrage stellte.
Die Veranstaltung fand im Dortmunder BVB-Stadion statt und zog rund 1.600 Nachwuchskräfte aus der Finanzverwaltung an. Die Organisatoren gaben etwa 177.000 Euro brutto aus, um insgesamt rund 6.000 Teilnehmer in verschiedenen Formaten zu betreuen.
Eingeladen war Kürşat "Chico" Yıldırım, ein Lotto-Millionär mit starken lokalen Bezügen, der aufgrund seiner großen digitalen Reichweite und seines Einflusses auf schwer erreichbare Jugendliche ausgewählt wurde. Yıldırım erhielt keine Bezahlung, und es gab weder formelle Verträge noch Werbevereinbarungen. Der 58-Jährige, der vor etwa 30 Jahren wegen Diebstahls an älteren Frauen und Drogenabhängigkeit eine Haftstrafe verbüßt hatte, äußerte seitdem tiefe Reue und präsentiert seine Lebenswende als inspirierendes Vorbild.
FDP-Fraktionschef Ralf Witzel kritisierte Yıldırıms Teilnahme und verwies auf dessen selbst eingeräumte kriminelle Vergangenheit. Witzel schlug stattdessen junge Spitzensportler vor, die sich in Dortmund auf die Rhein-Ruhr-Olympiade vorbereiten, als alternative Botschafter. Finanzminister Optendrenk hingegen hielt an der Entscheidung fest und argumentierte, Yıldırıms Geschichte könne besonders bei benachteiligten Jugendlichen Anklang finden.
Die Veranstaltung verlief ohne direkte finanzielle Verbindungen zu Yıldırım, doch die Kontroverse wirft Fragen über den Auftritt von Personen mit krimineller Vergangenheit bei staatlich unterstützten Initiativen auf. Die Organisatoren betonen, sein Beitrag solle motivieren, während Kritiker für zukünftige Formate andere Vorbildfiguren fordern.