19 March 2026, 16:35

Fest der Einheit: Tausende feiern Iftar in der Kölner Keupstraße

Eine Gruppe von Menschen in traditioneller afrikanischer Kleidung sitzt um einen Tisch bei einem Hochzeitsfest, mit Tellern, Gläsern und Papier auf dem Tisch.

Fest der Einheit: Tausende feiern Iftar in der Kölner Keupstraße

Ramadan endet heute – in Köln-Mülheim beginnt am Freitagabend das Fest des Fastenbrechens

In Köln-Mülheim lud die Keupstraße-Community-Initiative heute zu einem großen Gemeinschaftsessen ein, um das letzte Iftar – das abendliche Fastenbrechen – gebührend zu feiern. Tausende Menschen kamen zusammen und zeigten damit Einheit und gemeinsame Tradition.

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Ein 300 Meter langer Tisch zog sich durch die Keupstraße, ein lebendiges Einkaufsviertel mit türkischen Restaurants, Friseursalons und Juwelieren. Rund 5.000 Gäste versammelten sich, um gemeinsam traditionelle Speisen wie Datteln, Fladenbrot, Baklava, Linsensuppe, gegrilltes Hähnchen und Reis zu genießen. Lokale Unternehmer finanzierten das Fest und stärkten so den Zusammenhalt im Stadtteil.

Das Essen stand allen offen – unabhängig von Glauben oder Herkunft – und spiegelte die Vielfalt des Viertels wider. Kölns Oberbürgermeister Torsten Burmester und weitere Politiker nahmen teil und betonten die Bedeutung von Toleranz in der Stadt. Unter den Gästen war auch Birgül Ücdirem, die extra aus Dortmund angereist war. Für sie ist der Ramadan eine Zeit für Familie und Gemeinschaft.

Ähnliche Iftar-Veranstaltungen in der Keupstraße, organisiert von Moscheen wie der DITIB-Merkez-Moschee und der Mescid-i-Selam-Moschee sowie von interreligiösen Gruppen wie "Iftar auf der Keupstraße", ziehen seit 2023 jährlich Hunderte Teilnehmer an.

Das gemeinsame Iftar in der Keupstraße bildete den Abschluss eines Monats des Fastens – mit Essen, Geselligkeit und dem gemeinsamen Bekenntnis zu Offenheit. Mit Beginn des Fests des Fastenbrechens (Eid al-Fitr) am Freitagabend stand die Feier für die Stärke der Kölner multikulturellen Gemeinschaft. Der Erfolg der Veranstaltung unterstrich, wie lokale Initiativen Brücken zwischen unterschiedlichen Hintergründen bauen können.

Quelle