FDP begrüßt SPD-Kehrtwende bei Solinger Gewerbegebieten – doch Kritik bleibt
Clara MeyerFDP begrüßt SPD-Kehrtwende bei Solinger Gewerbegebieten – doch Kritik bleibt
Die FDP-Fraktion in Solingen begrüßt die erneute Unterstützung der SPD für zentrale Gewerbegebiete in der Stadt. Die Kehrtwende kommt weniger als ein Jahr, nachdem SPD, Grüne und Linke ähnliche Pläne blockiert hatten. Die FDP fordert nun einen verlässlicheren, wirtschaftsfreundlicheren Kurs, um Arbeitsplätze und Investitionen zu sichern.
Noch 2023 hatten SPD, Grüne und Linke gemeinsam die Erschließung mehrerer Gewerbeflächen abgelehnt, darunter Fürkeltrath II, Schrodtberg und Piepersberg-West. Ihre Haltung trug zu Verzögerungen bei der Ausweisung von Gewerbegebieten bei – trotz der wirtschaftlichen Herausforderungen der Arbeitsagentur Solingen.
Mittlerweile hat die SPD ihre Position geändert. Nach der Verabschiedung des Masterplans Arbeit und Wirtschaft, der neue Gewerbeflächen auf vorbelastete Standorte beschränkt, unterstützt die Partei nun die Entwicklung von Fürkeltrath II und Schrodtberg. Zudem zeigte sie sich bereit, Piepersberg-West neu zu bewerten.
Die FDP wertet diesen Kurswechsel als Eingeständnis, dass eine langfristige Gewerbeflächenplanung notwendig ist. Gleichzeitig kritisiert sie die im Masterplan festgelegten Einschränkungen als realitätsfern und warnt vor negativen Folgen für Arbeitsplätze und Investitionen. Besonders betont die FDP den Standort Buschfeld, der als Reserve für künftiges Wirtschaftswachstum erhalten bleiben solle.
Die Liberalen fordern nun eine konsequente, unternehmensfreundliche Ausrichtung der Solinger Gewerbeflächenpolitik. Die Sicherung verfügbarer Standorte sei entscheidend für die wirtschaftliche Stabilität und Wettbewerbsfähigkeit der Stadt, so die FDP. Die überarbeitete Haltung der SPD markiert immerhin einen Schritt, um frühere Verzögerungen bei der Entwicklung aufzuarbeiten.