Falschgeld-Welle trifft besonders kleine Läden und Bäckereien in Deutschland
Clara MeyerFalschgeld-Welle trifft besonders kleine Läden und Bäckereien in Deutschland
Falschgeld bleibt ein wachsendes Problem für Unternehmen und Verbraucher in Deutschland
Allein in der ersten Hälfte des Jahres 2025 beschlagnahmte die Bundesbank rund 36.000 gefälschte Banknoten im Gesamtwert von über zwei Millionen Euro. Besonders kleine Betriebe sind zunehmend gefährdet, da Betrüger Lücken in der Kontrolle ausnutzen.
Am häufigsten wird der 50-Euro-Schein gefälscht, doch auch kleinere Scheine tauchen regelmäßig auf. Kriminelle setzen oft hochwertige Falschgeldscheine ein, um günstige Waren zu kaufen, und streichen das echte Wechselgeld als Gewinn ein. Stefanie Kamp, Inhaberin einer Bäckerei in der Nähe, vermutet, dass kleine Läden gezielt angegriffen werden, weil das Personal nicht jede Transaktion genau prüft.
In Kamps Bäckerei in der Nähe kontrolliert Verkäuferin Mavrici Xhemile mittlerweile jeden Schein sorgfältig. Kleinere Banknoten werden mit einem Prüfgerät auf Sicherheitsmerkmale überprüft. Isabelle Rust von der Hagener Polizei empfiehlt eine dreistufige Prüfung: das Papier auf erhabene Druckstellen ertasten, nach dem Wasserzeichen suchen und die Note kippen, um das Hologramm zu erkennen. Unternehmen drohen Bußgelder, wenn in ihren Kassen Falschgeld gefunden wird. Privatpersonen hingegen erhalten keine Entschädigung, wenn sie unwissentlich gefälschte Scheine annehmen. Die Polizei in Hagen beschlagnahmte 2025 zwar 300 Falschgeldscheine, doch die tatsächliche Zahl im Umlauf dürfte weit höher liegen.
Der Anstieg gefälschter Banknoten hält Unternehmen und Kundschaft in Alarmbereitschaft. Da es für Opfer keine Erstattung gibt und betroffene Händler mit Strafen rechnen müssen, bleibt wachsame Aufmerksamkeit an der Kasse die beste Abwehr. Die Behörden raten allen, beim Umgang mit Bargeld besonders vorsichtig zu sein.