12 November 2025, 12:01

Evonik-Aktie stürzt auf Rekordtief – Analysten raten zum Verkauf nach schwachen Quartalszahlen

Ein Geschäft mit verschiedenen Artikeln wie Getränkedosen, Speisekarten, einer Uhr, Gewürzen in Plastikbehältern, Gewürzen, Werbetafeln und Namensschildern unter einem Himmel.

Evonik-Aktie stürzt auf Rekordtief – Analysten raten zum Verkauf nach schwachen Quartalszahlen

Die Aktie von Evonik Industries ist auf ein Rekordtief abgestürzt und wirft Zweifel an den Sanierungsbemühungen des Konzerns auf. Analysten äußern sich zunehmend pessimistisch: Die Papiere des Chemie-Riesen haben alle historischen Unterstützungsniveaus durchbrochen, was Anleger über die Zukunftsaussichten des Unternehmens verunsichert.

Führende Analysten wie Chris Counihan von Jefferies und Georgina Fraser von Goldman Sachs raten nach den enttäuschenden Quartalszahlen für das dritte Quartal 2025 zum Verkauf der Evonik-Aktie. Die schwache Performance bestätigte die zuvor bereits gesenkten Prognosen – Kunden in verschiedenen Endmärkten halten sich mit Bestellungen zurück.

Goldman Sachs stufte die Evonik-Aktie auf „Verkaufen“ herab, während Jefferies die Empfehlung „Underperform“ aussprach. Auch die Citigroup senkte ihr Kursziel. Mit einem RSI-Wert von 15,8 gilt die Aktie als extrem überverkauft, nachdem sie am Dienstag erstmals unter die Marke von 13,55 Euro gefallen war. Bisher vermochte es auch das Effizienzprogramm „Evonik Tailor Made“ nicht, das Vertrauen der Investoren zurückzugewinnen. Diese setzen nun auf eine Erholung der Nachfrage im Chemiesektor und positive konjunkturelle Signale, um eine Besserung zu erkennen.

Die kommenden Monate werden für Evonik Industries schwierig: Analysten erwarten eine anhaltende Abwärtsspirale. Die nächsten Quartalszahlen, die im Frühling 2026 anstehen, sollen Aufschluss über den Fortschritt des Unternehmens geben. Bis dahin bleiben Anlegern nur makroökonomische Indikatoren und die Entwicklung der Nachfrage in der Chemieindustrie als Gradmesser für eine mögliche Trendwende.