11 April 2026, 08:30

Europas größte Batterie-Recyclinganlage entsteht in Dormagen mit EU-Förderung

Vier grüne Li-Ion-Wiederaufladbare 18650-Batterien mit der Bezeichnung "Li-Ion" und "18650" in schwarzer Schrift, nebeneinander auf einer weißen Oberfläche angeordnet.

Europas größte Batterie-Recyclinganlage entsteht in Dormagen mit EU-Förderung

In Deutschland entsteht ein großes neues Batterie-Recyclingwerk, nachdem das Unternehmen cylib 26,1 Millionen Euro aus EU-Mitteln erhalten hat. Die Anlage im CHEMPARK in Dormagen wird zu einer der größten Recyclingstätten für Lithium-Ionen-Batterien in Europa. Sie soll die wachsende Nachfrage nach Batterierohstoffen decken, die mit dem globalen Anstieg der Verkäufe von Elektrofahrzeugen einhergeht.

Das Werk setzt auf das OLiC-Verfahren, mit dem über 90 Prozent der kritischen Materialien aus alten Batterien zurückgewonnen werden können. Im Vergleich zum Abbau von Rohstoffen reduziert diese Methode den CO₂-Ausstoß um 80 Prozent. Ab 2027 soll die Anlage jährlich bis zu 140.000 Batterien aus Elektrofahrzeugen verarbeiten.

Aus dem sogenannten "Black Mass"-Material der Lithium-Ionen-Batterien werden Lithium, Graphit, Kobalt, Nickel und Mangan gewonnen. Die zurückgewonnenen Rohstoffe tragen dazu bei, Europas Abhängigkeit von Importen zu verringern und die Versorgungssicherheit zu stärken. Die Förderung stammt aus dem EFRE/JTF-Programm der EU in Nordrhein-Westfalen und ist Teil der Initiative "Produktiv.NRW".

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Dr. Lilian Schwich, Mitgründerin und Co-CEO von cylib, dankte der Europäischen Union und dem Land für die Unterstützung. Die Investition fließt in die erste Ausbauphase der industriellen Anlage.

Die neue Recyclingfabrik wird eine Schlüsselrolle in der europäischen Batterie-Wertschöpfungskette spielen, da die Verbreitung von Elektrofahrzeugen weiter zunimmt. Da bereits jedes vierte neu verkaufte Auto weltweit elektrisch ist, wird auch die Nachfrage nach recycelten Materialien steigen. Die Inbetriebnahme der Anlage 2027 markiert einen wichtigen Schritt hin zu einer nachhaltigen Batterieproduktion.

Quelle